Die Baugenehmigung für das Areal mit Läden, Bibliothek, Café und Promenaden-Anbindung ist da. Das Projekt-Volumen beträgt fünf Millionen Euro.

Baugenehmigung für das Areal mit Läden, Bibliothek, Café und Promenaden-Anbindung ist da. Projekt-Volumen: fünf Millionen Euro.
So soll das neue Quartier für die Südstadt rund um Krefelds größte Moschee aussehen. Archivfoto/Repro: abi

So soll das neue Quartier für die Südstadt rund um Krefelds größte Moschee aussehen. Archivfoto/Repro: abi

So soll das neue Quartier für die Südstadt rund um Krefelds größte Moschee aussehen. Archivfoto/Repro: abi

Krefeld. 14 Monate hat es gedauert, jetzt gibt das Bauordnungsamt der Stadt grünes Licht für eines der größten und sensibelsten Bau-Projekte Krefelds in den nächsten Jahren. Die kleine Fatih Cami-Gemeinde mit ihren 300 Mitgliedern, die an der Saumstraße eine Ditib-Moschee betreibt, die fast aus allen Nähten platzt, kommt ihrem hehren Ziel damit ein entscheidendes Stück näher. An der Ecke Gladbacher Straße/Deutscher Ring soll für insgesamt fünf Millionen Euro Krefelds größte Moschee entstehen, drumherum auf insgesamt 2500 Quadratmetern ein komplett neues Südstadt-Quartier für alle Krefelder. Mit Läden, Bibliothek, Café und Anbindung an die neue Promenade. Am Montag wird die Baugenehmigung übergeben.

Erdinc Sezer, einer der Macher in der Ditib-Gemeinde, ist optimistisch, dass im Frühjahr 2019 die Bagger rollen. „Die Sache hat sich verzögert, weil wir bei der Bundesbahn auf die Freistellung des Grundstücks warten mussten.“ Projekt-Architekt Nihat Bilgic arbeite derzeit an deren Ausführungsplänen, Sezers Bruder Kamuran an der Kommunikation.

Transparenz und Offenheit beim Bauprojekt

Baugenehmigung für das Areal mit Läden, Bibliothek, Café und Promenaden-Anbindung ist da. Projekt-Volumen: fünf Millionen Euro.
Foto: Andreas Bischof

Das Projekt-Team der Fatih Camii-Gemeinde.

Die solle weiterhin transparent und offen sein. Natürlich weiß die Gemeinde, dass die Ditib als Arm des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten der Türkei, direkt angegliedert an das Ministerpräsidentenamt, misstrauisch beäugt wird. Sezer: „Wir werden zunächst unsere Mitglieder Anfang März über den weiteren Fortgang informieren.“ Damit ist auch die Finanzstrategie gemeint. „Natürlich haben wir bislang nicht die fünf Millionen Euro zusammen. Wir wollen um eine freiwillige Erhöhung der Beiträge bitten und mit anderen umliegenden Moscheegemeinden kooperieren. Und ja, zumeist sind das Ditib-Gemeinden.“ Die Projekthomepage k127.de befindet sich derweil gerade in der Umbauphase.

Die nun genehmigten Pläne sind von ihrer Bedeutung für Krefeld vergleichbar mit der von der Merkez-Moschee in Marxloh für Duisburg. Längs der Gladbacher Straße sieht das neue Quartier ein Begegnungszentrum vor. Mit Konferenzräumen und Platz für die Gruppenarbeit, mit einem öffentlichen Bistro für alle Krefelder. Außerdem soll es dort so genannte „Onkel Mehmet“-Lebensmittelläden geben. Weiterhin geplant ist eine Bibliothek mit Werken der Theologie, Philosophie und zur Südstadt-Historie. Die Moschee selbst soll am Deutschen Ring entstehen, mit großem Sakralraum und Kuppelbau, ein stilles Minarett von 38 Metern Höhe ist geplant. Der Platz zwischen den Gebäuden ist als Aufenthaltsort und Treffpunkt für Krefelder in der Südstadt gedacht. Dahinter soll eine Anbindung an die Radpromenade bis zur Stadtterrasse entstehen. „Dazu wird es eine Tiefgarage geben. Wir bauen ein KfW-Effizienzhaus mit Solarthermie-Anlage und Wärme-Rückgewinnung“, so Bilgic.

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