Andreas Drabben macht mit seiner Familie eine Reise nach Florida, wo das Aufräumen nach dem Sturm begonnen hat.

Andreas Drabben macht mit seiner Familie eine Reise nach Florida, wo das Aufräumen nach dem Sturm begonnen haben.
Die Folgen des Hurrikans Irma sind verheerend. Der Sturm brachte Verwüstung. 15 Millionen Menschen waren in Florida zeitweise ohne Strom.

Die Folgen des Hurrikans Irma sind verheerend. Der Sturm brachte Verwüstung. 15 Millionen Menschen waren in Florida zeitweise ohne Strom.

dpa

Die Folgen des Hurrikans Irma sind verheerend. Der Sturm brachte Verwüstung. 15 Millionen Menschen waren in Florida zeitweise ohne Strom.

Krefeld. Diese Reise würden nach den Ereignissen der vergangenen Tage wohl nicht viele antreten. Andreas Drabben fliegt am Montag mit seiner Familie nach Florida. Genauer gesagt nach Treasure Island. Dorthin also, wo am vergangenen Wochenende Hurrikan Irma für Verwüstung sorgte. „Es ist unser Jahresurlaub. Wir wären nicht geflogen, wäre die Zerstörung noch größer gewesen“, berichtet Drabben. Im Gegensatz zu den südlicher gelegenen Florida Keys, wo rund ein Viertel aller Häuser durch den Sturm zerstört wurden, blieben die Städte rund um Orlando von der großen Verwüstung verschont. Die Aufräumarbeiten haben längst begonnen.

Nach und nach wird auch die Stromversorgung wiederhergestellt, berichtet Drabben. Immerhin 15 Millionen Menschen sollen in Florida zeitweise von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten gewesen sein. International ist eine riesige Hilfsaktion angelaufen. Aus Deutschland wurde ein 31-köpfiges Krisenteam in die USA geschickt. Vor Ort hilft jeder dort, wo er kann. „Die Amerikaner sind, was die Bereitschaft zur Hilfe untereinander angeht, einzigartig“, sagt der Krefelder. Schnell würde versucht, nach schweren Unwetterkatastrophen wieder Normalität einkehren zu lassen. „Aber dieser Sturm war schon etwas besonderes“, so Drabben, der Bekannte und Freunde in Florida hat, die aufgrund der Schwere des Sturms ihr Hab und Gut hatten zurücklassen müssen. „Da zittert man natürlich mit.“

Krefeldern zittern am Fernseher mit Freunden in Florida mit

Andreas Drabben macht mit seiner Familie eine Reise nach Florida, wo das Aufräumen nach dem Sturm begonnen haben.
Foto: abi

Andreas Drabben fliegt mit seiner Familie nach Florida.

Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachte der Krefelder laut eigener Aussage vor dem Fernseher, verfolgte die Liveberichterstattung von CNN. „Nachdem das Schlimmste vorbei war, haben wir wieder Kontakt aufgenommen.“ Unter anderem zu Claudia Klenke, die in Treasure Island wohnt und den Hurrikan so beschreibt: „Es war die erste Höllen-Nacht, seitdem wir hier leben, und das sind 18 Jahre.“ Die schlimmste Sturmnacht verbrachte sie sicherheitshalber weiter nördlich in einem Haus von Freunden in Clearwater.

Auf den Besuch aus Krefeld freut sich die Kölnerin, die in Treasure Island die Appartement Anlage „The Delcado“ betreibt, nach den Schreckensmomenten der vergangenen Tage besonders. „Wir werden dieses Jahr eine Extraportion ihrer Lieblingssüßigkeiten wie Schokoküsse und Haribo einpacken“, sagt Andreas Drabben, der aber auch anbot, spezielles Baumaterial mit in die USA zu bringen, sollte es benötigt werden. Doch die Menschen in Florida hatten vorgesorgt. „Noch während der Sturm tobte, standen schon die Werkzeug-Lkw bereit, um mögliche Schäden schnell zu heben“, erklärt Andreas Drabben, der seit neun Jahren regelmäßig in Florida Urlaub macht und 2016 selber Sandsäcke stapelte, als Tropensturm Hermine die Landzunge heimsuchte. „Eigentlich sind wir ausgerechnet wegen des guten Wetters immer nach Florida geflogen“, sagt der Krefelder grinsend.

Weitaus mehr Sorgen als mögliche Wetterkapriolen macht dem Fotojournalisten die aktuelle Situation bei der insolventen Fluglinie Air Berlin. „Der Flug Orlando/Düsseldorf wird ab Ende September nicht mehr angeboten.“ Der Rückflug der Krefelder ist aber für Anfang Oktober terminiert. Wo sie dann landen werden, ist noch unklar. „Man versicherte uns, dass wir auf jeden Fall nach Hause kommen werden“, sagt Drabben.

Die Vorzeichen stehen also ungewollt auf Abenteuer.

Andreas Drabben macht mit seiner Familie eine Reise nach Florida, wo das Aufräumen nach dem Sturm begonnen haben.

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