90 Millionen Euro will die Stadt zusammen mit dem Land in den nächsten Jahren unter anderem in den technischen Ausbau der Schulen stecken.

Kreide und Schwamm sind an einigen Schulen bereits Vergangenheit. Die Stadt will unter anderem mehr interaktive Tafeln anschaffen.
Vielerorts lernen Schüler bereits mit digitalen Tafeln – die sollen vermehrt an Krefelds Schulen kommen, finanziert aus dem NRW-Förderprogramm.

Vielerorts lernen Schüler bereits mit digitalen Tafeln – die sollen vermehrt an Krefelds Schulen kommen, finanziert aus dem NRW-Förderprogramm.

dpa

Vielerorts lernen Schüler bereits mit digitalen Tafeln – die sollen vermehrt an Krefelds Schulen kommen, finanziert aus dem NRW-Förderprogramm.

Die bauliche Infrastruktur an Krefelder Schulen soll besser werden, ebenso die technische Ausstattung. „Gute Schule 2020“, das Investitionsprogramm des Landes, soll’s möglich machen. 500 Millionen Euro sollen von 2017 an jährlich in die Modernisierung der Schulgebäude und die digitale Infrastruktur landesweit fließen.

Für Schulen in Krefeld könnte das eine verbesserte Hardware-Ausstattung und Internet-Anbindung sowie eine Vernetzung innerhalb der Schulgebäude bedeuten. Konkrete Angaben will das Schulamt dazu derzeit nicht machen, da die verwaltungsinterne Abstimmung und Beteiligung der Ratsgremien über das Gesamtpaket noch nicht abgeschlossen sei.

Stadt stellt jährlich 580 000 Euro für technische Geräte

Grundsätzlich gibt es in allen 62 Schulen der Stadt zwei Netzwerke – das „Verwaltungsnetz“ und das „Unterrichtsnetz“. Insgesamt werden dort derzeit gut 4000 Endgeräte (PCs oder Notebooks) und 71 Server sowie Tablets, interaktive Tafeln, Beamer und sonstige Peripheriegeräte (beispielsweise 700 Drucker) eingesetzt. Für Ersatz- und Ergänzungsbeschaffungen standen der Schulverwaltung in den vergangenen Jahren jeweils rund 580 000 Euro zur Verfügung. Damit konnten nach Angaben der Schulverwaltung in die Ausstattungswünsche der Schulen berücksichtigt werden. Allerdings: Angesichts der immer kürzer werdenden Halbwertszeit der Endgeräte besteht mittel- und langfristig das Problem der Ersatzbeschaffung.

Für den gesamten Organisations-, Beschaffungs-, Netzwerkplanungs- und Support-Prozess stehen in der Schulverwaltung derzeit dreieinhalb Planstellen zur Verfügung.

Beim Support wird die Schulverwaltung aktuell durch drei Administratoren des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN) unterstützt. Sie betreuen derzeit etwa die Hälfte der Schulen in Krefeld. In den übrigen Schulen wird der Support in der Regel noch durch Lehrkräfte übernommen. Immer wieder gibt es auch Kritik, dass die Stellen beim KRZN und der Schulverwaltung nicht ausreichen, um den notwendigen Support zu gewährleisten. Die Schulverwaltung arbeitet an einer Optimierung des Problems. Im Rahmen dieses Prozesses ist auch beabsichtigt, einen Medienentwicklungsplan für die Krefelder Schulen zu erstellen. Grundlage hierfür sollen die jeweiligen Medienkonzepte der Schulen sein.

Unter dem Aspekt „Ausstattung folgt Pädagogik“ hat das Land im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm „Gute Schule 2020“ beschlossen, dass alle Schulen zur Erstellung eines Medienkonzeptes – sofern nicht bereits vorhanden – verpflichtet werden.

Die Schulen können sich bei der Konzeptentwicklung durch die bei der Schulaufsicht angesiedelten Medienberater Unterstützung und Beratung einholen.

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