SPD und Grüne kritisieren die Entscheidung der Regierung.

Kritisiert das Urteil: Joachim C. Heitmann, Fraktionschef der Krefelder FDP.  Archiv
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Freut sich auf Bundestags- und Kommunalwahlkampf: Harry von Bargen, Kandidat der Grünen. Archiv

Lothar Strücken, Bild 1 von 2

Kritisiert das Urteil: Joachim C. Heitmann, Fraktionschef der Krefelder FDP. Archiv

Krefeld. Die Kommunalwahl darf nicht am Termin der Europawahl stattfinden. Das hat der Verfassungsgerichtshof NRW entschieden. Die Landesregierung hat den Wahltermin jetzt auf den 30. August festgelegt. Die Entscheidung könnte teuer werden für Krefeld: 150000 Euro könnte ein zusätzlicher Wahltermin nach einer ersten groben Schätzung der Stadt kosten.

CDU: Bedeutung der Wahl wahren

Europa- und Kommunalwahl an einem Termin - das hätte harmoniert, sagt CDU-Parteichef Winfried Schittges. Das Eigengewicht der Kommunalwahl wäre so gewahrt worden. Bei einer Zusammenlegung mit der Bundestagswahl, was mittlerweile als unwahrscheinlich gilt, schlüge die "große Politik" die vermeintlich "kleine". "Genau das wollen wir nicht", so Schittges, der einen Wahltermin 30. August noch nicht kommentieren wollte.

SPD: Termin wird teuer

Pro Wähler kostet der Wahltermin am 30. August drei Euro, hat die SPD errechnet. Das bedeutete 450000 Euro Kosten für Krefeld. "Der Termin ist eine Katastrophe. Das Geld könnte man besser investieren", sagt Ulrich Hahnen, Oberbürgermeister-Kandidat der SPD. Er favorisiert eine Zusammenlegung mit der Bundestagswahl. Der Bürger könne trennen zwischen der Wahl Merkel - Steinmeier und der Wahl Kathstede - Hahnen.

Grüne: Wahltermin ist verheerend

Auch die Grünen favorisieren eine Zusammenlegung der Kommunalwahl mit der Bundestagswahl. "Der 30. August ist verheerend", sagt Harry von Bargen, Grünen-Kandidat für die Wahl des Oberbürgermeisters. Er verspricht sich keine Vorteile für seine Partei, wenn Rat und Bundestag an einem Tag gewählt werden.

Auch die Krefelder Bürgerpolitik machen sich für die Zusammenlegung mit der Bundestagswahl stark. Ein Extra-Wahltermin koste "eine Stange Geld".

FDP: Wahlkämpfe kollidieren

Die Krefelder Liberalen fürchten, dass die Kommunalwahl vom Wahlkampf für den Bundestag überlagert wird. Am liebsten wäre dem Liberalen-Fraktionchef Joachim C. Heitmann ein Termin nach der Bundestagswahl.

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