Bei „Krefeld – Schöner hier“ gewinnt die Idee eines autofreien Sommertages von Christian Kraus.

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Christian Kraus probiert es schon mal aus: Wie wäre es, wenn die Straße einmal nicht den Autos, sondern den Menschen gehört?

Christian Kraus probiert es schon mal aus: Wie wäre es, wenn die Straße einmal nicht den Autos, sondern den Menschen gehört?

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Christian Kraus probiert es schon mal aus: Wie wäre es, wenn die Straße einmal nicht den Autos, sondern den Menschen gehört?

Krefeld. Mehr Lebensqualität möchte Christian Kraus den Krefeldern schenken. In dem er Groß und Klein den öffentlichen Raum in der Stadt zurückgibt und die Autos einen Sonntag lang von den Straßen verbannt. Und das nicht nur ein einziges Mal, sondern nach Wunsch auch an bis zu vier Tagen in den Sommerferien. "Summer Street" nennt der 45-jährige Architekt seine Idee. Die hat die meisten Stimmen bei der Kampagne "Schöner hier" erhalten.

Drei Projekte waren zum Schluss in der engeren Wahl. Die Bürger konnten auf der Internetseite der Stadt entscheiden, ob sie lieber auf einem Mehrgenerationenspielplatz ihre Freizeit verbringen wollen, ob sie lieber sogenannte Büchertürme über die Stadtteile verteilt nutzen möchten oder ob sie gerne einen Sommertag auf einer autofreien Verkehrsachse verbringen wollen. Mehr als die Hälfte der über 1.000 abgegebenen Stimmen haben sich für die Idee von Christian Kraus ausgesprochen.

Krefelder sollen sich stärker mit ihrer Stadt identifizieren

"Das Ziel der Kampagne ,Krefeld - Schöner hier’ ist es, dass die Krefelder sich wieder stärker mit ihrer Stadt identifizieren", betont Oberbürgermeister Gregor Kathstede bei der Vorstellung der Siegeridee. Sie sollen die schönen Seiten Krefelds wieder wahrnehmen.

In der ersten Phase der Kampagne ist unter großer Beteiligung die "Größte Postkarte der Welt" mit 7.813 Fotografien entstanden. Für Kathstede und Ulrich Tillmanns von der beauftragten Agentur Tillmanns, Ogilvy und Mather ein erster Erfolg.

In der zweiten Phase bewarben sich mehr als 90 Krefelder für einen Platz in der Jury "Krefeld - Schöner hier". Zehn von ihnen haben in der letzten Phase jetzt die Siegeridee aus knapp 200 Einsendungen ausgewählt, für deren Realisierung 60.000 Euro im Haushalt eingestellt sind.

Welche Straße, wann und wie lange in diesem Sommer gesperrt wird, schlägt eine sich demnächst noch gründende Arbeitsgruppe vor. Die wird aus Fachleuten der Verkehrsplanung, des Stadtmarketings, Christian Kraus und Bürgern bestehen. Im Sommer wird sich dann Krefeld in die Reihe von New York, Paris und Köln einreihen, wenn es heißt: Willkommen zum autofreien Sommertag.

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