Der Flachsmarkt wirft seine Schatten voraus. An Pfingsten können Besucher rund um Burg Linn ins mittelalterliche Leben abtauchen.

Der Flachsmarkt wirft seine Schatten voraus. An Pfingsten können Besucher rund um Burg Linn ins mittelalterliche Leben abtauchen.
Ob traditionelle Handwerkskunst, Kleidung oder Lieder: An Pfingsten dreht sich auf Burg Linn wieder alles um das Leben im Mittelalter. Archiv: Dirk Jochmann

Ob traditionelle Handwerkskunst, Kleidung oder Lieder: An Pfingsten dreht sich auf Burg Linn wieder alles um das Leben im Mittelalter. Archiv: Dirk Jochmann

Ob traditionelle Handwerkskunst, Kleidung oder Lieder: An Pfingsten dreht sich auf Burg Linn wieder alles um das Leben im Mittelalter. Archiv: Dirk Jochmann

Linn. Das mittelalterliche Leben von Rittern, Knappen und Burgfräulein können Besucher von Samstag, 3., bis Pfingstmontag, 5. Juni, wieder rund um die Burg Linn beim traditionellen Flachsmarkt erleben. Auf dem großen Handwerkermarkt werden heute kaum noch bekannte oder bereits historische Herstellungsprozesse und Produkte vorgeführt. Zur offiziellen Eröffnung zieht am Samstag, 3. Juni, um 11.45 Uhr der Kurfürst mit großem Gefolge durch Linn zur Vorburg. Am Samstag ist Familientag, Kinder unter 16 Jahren haben dann freien Eintritt. Der Flachsmarkt ist für Kinder ein Mitmach-Paradies: Zahlreiche Handwerker bieten den kleinen Besuchern Möglichkeiten an, an ihren Ständen zu töpfern, filzen, schmieden, zu trommeln und vieles mehr zu machen. Glockengießer, Trommelmacher, Klöpplerin und Polsterer – rund zehn Prozent der Handwerker feiern in diesem Jahr ihre Flachsmarkt-Premiere und bieten den Besuchern damit Einblicke in Berufe und Techniken, die heute längst als ausgestorben gelten.

Erstmals ist das Archäologische Museum parallel geöffnet

An allen drei Markttagen demonstrieren die Handwerker ihre Kunst und informieren über Arbeitsweisen, Ideen und Traditionen. Alles wird umrahmt von einem Unterhaltungsprogramm mit Musikantengruppen, Leierkastenspielern, Gauklern und Sängern. Und ohne die Ritter im Heerlager, die ihr Können beim Ringstechen, Helmschlagen, Rolandsreiten, Lanzenstechen und bei der Sauhatz unter Beweis stellen, ist der Flachsmarkt kaum mehr vorstellbar. Während der Turnierpausen haben Besucher Gelegenheit, das Ritter- und Lagerleben aus nächster Nähe kennenzulernen. In diesem Jahr ist erstmals während des Flachsmarktes das Archäologische Museum Krefeld, Rheinbabenstraße 85, für Besucher geöffnet.

Dort können Besucher unter anderem Funde aus dem römisch-fränkischen Gräberfeld und dem römischen Kastell besichtigen. Das römische Kastell in Krefeld gehörte einst zum Niedergermanischen Limes, der 2020 als Welterbe eingetragen werden soll. Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr an allen drei Markttagen geöffnet. Der Eintritt kostet vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder.

Museumsleiterin Dr. Jennifer Morscheiser bietet am Sonntag um 14 Uhr eine kostenfreie Führung durch das Archäologisches Museum an. Der Flachsmarkt hat am Samstag sowie am Pfingstsonntag jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Am Pfingstmontag können Besucher das bunte Treiben von 10 bis 18 Uhr erleben. Erwachsene (ab 16 Jahre) zahlen acht Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zahlen zwei Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.

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