Die WZ hakt nach, ob sich der Aufwand für Stadt und Handel gelohnt hat.

Viele Zuschauer klagten in den geschlossenen Domes über schlechte Sicht und schlechte Luft.  Archiv: abi
Viele Zuschauer klagten in den geschlossenen Domes über schlechte Sicht und schlechte Luft. Archiv: abi

Viele Zuschauer klagten in den geschlossenen Domes über schlechte Sicht und schlechte Luft. Archiv: abi

Bischof, Andreas (abi)

Viele Zuschauer klagten in den geschlossenen Domes über schlechte Sicht und schlechte Luft. Archiv: abi

Krefeld. Ein maßgeschneidertes Kleid hat seinen Preis ebenso wie das neue Konzept zur „Krefeld Fashionworld“. Knapp sieben Wochen nach der Premiere stehen die Kosten für das zweitägige Lifestyle-Spektakel nun endlich fest. „Die rein finanziellen Gesamtkosten für Bühnen, Technik, Modelagentur, Dekoration, Platzgestaltungen, Werbung und Awards belaufen sich auf gut 600 000 Euro“, sagt Ulrich Cloos auf Nachfrage der WZ. Die personelle, zeitliche und ideelle Unterstützung der Händler und Partner ist darin nicht mitgerechnet.

Wie in den Vorjahren, hat die Stadt die Veranstaltung mit 250 000 Euro unterstützt. 60 000 Euro sind als „Sachsponsoring“ eingeflossen, beispielsweise durch Dekorationselemente von Flora Holland. „Darüber hinaus wurden knapp 300 000 Euro bei Sponsoren akquiriert“, erklärt der Leiter des Fachbereichs Stadtmarketing und Stadtentwicklung. Damit seien die Kosten gedeckt, die im Vorfeld auf eine Million Euro geschätzt wurden.

Niederländische Agentur finanziert sich selbst

Kosten für die neue Agentur sind laut Cloos vereinbarungsgemäß nicht entstanden. Im Gegensatz zum Deutschen Mode-Institut, das zehn Jahre lang als Dienstleister für die Stadt die Gala, Preisverleihung und Eröffnungsveranstaltung gestaltet und organisiert hat, ist das niederländische Studio Baan als Konzept-, Event- und Fundraising-Agentur tätig. „Baans Beitrag finanziert sich selbst aus Sponsoring.“

Der Kraftakt hat sich aus Sicht des Stadtmarketings und vieler Händler gelohnt. Cloos: „Die Fashionworld ist das große strategische Marketingsinstrument Krefelds, ihre Erfolgsbilanz ist mittel- und langfristig anzusehen.“

Dabei glich der erste Tag der Fashionworld für die meisten Händler noch einer Zitterpartie: Nur wenige fanden den Weg, die geschlossenen Kuppelzelte schreckten Besucher ab und die Sitzgelegenheiten rund um die Themenwelten waren nur spärlich besetzt. Das änderte sich am Sonntag vollständig.

Nach einem Workshop 2010 hatten sich die Veranstalter der „Größten Straßenmodenschau der Weltt“ ein moderneres Konzept gewünscht. Beauftragt wurde Studio Baan.

„Die Domes standen im Zentrum der anschließenden Manöverkritik“, sagt Cloos. Als Leuchttürme gedacht, waren die Bühnen in ihnen zu niedrig, die Luft zu schlecht. Doch auch die wenig glamouröse Steh-Gala, der späte Beginn der Bühnenprogramme und die Moderation aus dem Hintergrund wurden moniert. „Darüber werden wir mit Studio Baan in den nächsten Wochen reden.“ Die weitere Zusammenarbeit stelle aber niemand in Frage.

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