Im Moment ist das Haus an der Dreikönigenstraße noch nicht fertig. Aber am 1. Juli wird die Einweihung gefeiert.

Im Moment ist das Haus an der Dreikönigenstraße noch nicht fertig. Aber am 1. Juli wird die Einweihung gefeiert.
Die Geschäftsführer Ellen Weinebrod und Ludger Firneburg vor der Immobilie, in die die Diakonie zieht.

Die Geschäftsführer Ellen Weinebrod und Ludger Firneburg vor der Immobilie, in die die Diakonie zieht.

abi

Die Geschäftsführer Ellen Weinebrod und Ludger Firneburg vor der Immobilie, in die die Diakonie zieht.

Krefeld. Knapp vier Jahre haben die Verantwortlichen der Diakonie Krefeld und Viersen nach einer neuen Bleibe gesucht: Jetzt waren sie erfolgreich. Seit Jahresbeginn renovieren die Bauarbeiter das gelbe Haus an der Dreikönigenstraße 48. Am 1. Juli soll alles fertig sein. Dann sind dort viele Angebote und Einrichtungen der Diakonie, die bisher über das ganze Krefelder Stadtgebiet verstreut waren, unter einem Dach vereint. Geschäftsführung und Geschäftsstelle arbeiten bereits am neuen Standort. „Es ist aber noch ein Provisorium“, erklärt Geschäftsführerin Ellen Weinebrod im Pavillon, der im Garten liegt und später zwei Konferenzräumen Platz bietet.

Ihr Stellvertreter Ludger Firneburg ergänzt: „Wir werden später mit unseren Büros ins neu gestaltete Haus umziehen.“ Das Gebäude ist von der Altkatholischen Kirchengemeinde angemietet. „Sie ist dem Spitzenverband der Diakonie angeschlossen“, sagt Firneburg, der hauptsächlich für den Viersener Bereich tätig ist. Es passt also mit der direkten Nachbarschaft. Zudem sei man in der Innenstadt näher an den Menschen und an den Partner-Organisationen, sagen die Geschäftsführer.

Das alte Gebäude entsprach nicht der Brandschutzverordnung

„Die Planung sieht folgendermaßen aus“, erläutert Weinebrod, zuständig für Krefeld: „Nachdem die Geschäftsstelle bereits ihre Arbeit aufgenommen hat, werden Ende Februar, Anfang März der Betreuungsverein für Menschen, die ihre Angelegenheiten vorübergehend oder dauerhaft nicht selbst regeln können, umziehen. Ebenso dabei sind Schuldnerberatung, Integrationsagentur, Erziehungsbeistände und die Mutter-Kind-Kurberatung. Es sind die Abteilungen, die zurzeit noch am Westwall arbeiten.“

Im April werden die Evangelische Beratungsstelle von der Seyffardtstraße und die Bewohner des Max-Peltner-Hauses an der Gerberstraße umziehen. „Letztere Unterkunft gab auch den Ausschlag für die neue räumliche Neuorientierung.“ Weinebrod: „Die Gerberstraße mussten wir aus Brandschutzgründen aufgeben. Die Einrichtung hatte zudem viele angemietete Wohnungen, die allesamt geschlossen werden. Jetzt finden ab dem zweiten Quartal dieses Jahres etwa 20 Menschen, die aus dem Gefängnis entlassen wurden oder ihre Wohnung verloren haben und nun auf der Straße leben müssten, ein schönes Zuhause auf Zeit.“

Mit Unterstützung das eigenen Leben in die Hand nehmen

Es sind neben den Haftentlassenen vorrangig psychisch- und suchtkranke Menschen im Alter zwischen 20 und 63 Jahren ohne familiäre Bindungen. Sie müssen lernen, eigenverantwortlich ihren Haushalt zu führen und im Leben zurecht zu kommen. „Fünf Sozialpädagogen stehen ebenso zur Unterstützung bereit wie eine Hauswirtschafterin und ein Schreiner. Deshalb werden nicht nur die Räume renoviert, es werden auch Therapieraum, Küche und Schreinerei eingerichtet. Das Beratungszentrum für Wohnungslose bleibt an der Lutherstraße.

Insgesamt ist das Haus 2500 Quadratmeter groß und reicht teilweise in die dritte und vierte Etage. „Wir müssen keine Wände versetzen“, erklären die Geschäftsführer. „Tapeten und Fußbodenbeläge werden jedoch erneuert. Die Renovierungsmaßnahme wird insgesamt etwa 600 000 Euro kosten. Wir rechnen mit 150 bis 200 Besuchern täglich, wenn alles fertig ist“, betonen sie.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer