Gewerkschaft urteilt: Arbeitgeber hätten sich ein Schlupfloch geschaffen.

Im März gab es laut jetzt veröffentlichter Zahlen 20 391 Minijobber in Krefeld. Der Frauenanteil betrug 61,0 Prozent (12 447). An der Spitze der Minijobs standen als Tätigkeiten Reinigung (3673 Beschäftigte), Büro und Sekretariat (2254), Verkaufsberufe (2080), Gastronomie (1828), Verkehr/ Logistik (1278).

In der Sozialversicherung sind Minijobs eine Besonderheit, da für die Beiträge geringfügig Beschäftigter in die Sozialversicherung andere Regeln gelten. Das betrifft Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der DGB in Krefeld fordert von der Politik, Minijobs künftig nur noch zuzulassen, wenn die Arbeitgeber ab dem ersten Euro die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen, so der stellvertretende Krefelder DGB-Vorsitzende Philipp Einfalt. „Der Boom der Neben- und Minijobs zeigt, dass sich die Arbeitgeber hier ein Schlupfloch geschaffen haben. Minijobs werden vor allem genutzt, um Steuern und Sozialabgaben zu vermeiden. Das aber verstärkt den Trend zu Billiglohn und Altersarmut“, sagt der Krefelder DGB-Vorsitzende Ralf Köpke. So erwerbe man nach 45 Jahren in einem Minijob bei gewerblichen Arbeitgebern und Versicherungsfreiheit nur einen Rentenanspruch von 163,61 Euro“,

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