Kürzungen beim Personal treffen städtische Abteilungen hart. Besonders schwer hat es das Gebäudemanagement.

Rathaus
Planungsdezernent Martin Linne.

Planungsdezernent Martin Linne.

Jochmann, Dirk (dj)

Planungsdezernent Martin Linne.

Krefeld. „Für die nächsten Jahre akzeptiert man eine Minderleistung“, sagt Planungsdezernent Martin Linne. Was er über das Gebäudemanagement der Stadt sagt, trifft auch auf andere Abteilungen zu, wie Ralf Winters, Vorsitzender des Gesamtpersonalrats, bestätigt: „Wenn wir kein Personal kriegen, können wir Aufgaben nicht erfüllen.“

Viel ist in den vergangenen Wochen über die einprozentige Kürzung der Sachmittel im Etat 2013/14 diskutiert worden. Doch die zeitgleich beschlossenen Einschnitte bei städtischen Mitarbeitern wiegen nicht weniger schwer, wie eine Nachfrage der WZ ergab.

Den neuen Fachbereich Gebäudemanagement trifft es dabei besonders hart. Nicht nur, dass dringend benötigte zusätzliche Stellen nicht bewilligt wurden. Hinzu kommt, dass zwei Führungskräfte die Stadt verlassen haben. Die Stellen seien zwar in der Ausschreibung, aber Konsequenz sei schon wieder eine neue Leitungsstruktur, sagt Linne: „Wir können nicht aufholen, und es gibt einiges aufzuholen.“

„Wenn man Personal spart und Kürzungen vornimmt, kann man keine guten Ergebnisse erzielen. Wir werden aber alles daran setzen, Katastrophen zu vermeiden“, sagt der Dezernent. Man werde die laufenden Projekte so gut es geht betreuen, aber an neue Aufgaben sei nicht zu denken.

Personalrat: Verfahren bei Stellenbesetzung völlig unklar

Weitere Beispiele nennt Personalratsvorsitzender Ralf Winters: „Für das Ausländeramt waren zusätzliche Stellen beantragt, die nicht kommen werden. Krankheitsbedingt haben wir enorme Ausfälle. Die Mitarbeiter gehen am Stock.“ Auch der Kommunale Ordnungsdienst werde keine zusätzlichen Aufgaben übernehmen können, wenn nicht zusätzliche Kräfte eingestellt werden.

Hinzu kommt, so Winters, dass bei der Wiederbesetzung von Stellen völlige Unklarheit über das Verfahren herrsche. „Auf keinen Fall werden wir Mehrarbeit akzeptieren, mit dem Ziel, nicht besetzte Stellen auszugleichen“, kündigt Winter an. Die Mitarbeiter seien schon jetzt zu belastet.

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