Vor zwei Jahren haben sich Lukas Stappmann und Tim Gebauer mit dem „Wunderwerk Catering“ selbstständig gemacht. Mit ihrem Unternehmen haben sie noch eine Menge vor.

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Tim Gebauer (l.) und Lukas Stappmann in ihrer „Speisekammer“ im Gewerbegebiet an der Breuershofstraße.

Tim Gebauer (l.) und Lukas Stappmann in ihrer „Speisekammer“ im Gewerbegebiet an der Breuershofstraße.

Dirk Jochmann

Tim Gebauer (l.) und Lukas Stappmann in ihrer „Speisekammer“ im Gewerbegebiet an der Breuershofstraße.

Manchmal kommt es eben einfach anders, als man es sich vorher ausgemalt hat – das gilt nicht nur für das Privatleben, sondern natürlich auch für den Job. Davon können auch Tim Gebauer und Lukas Stappmann ein Lied singen. Die beiden 26-jährigen Jungunternehmer haben sich vor zwei Jahren mit dem „Wunderwerk Catering“ selbstständig gemacht. Und was sie seither gelernt haben, ist: „Der beste Businessplan nützt nichts, wenn das Leben andere Pläne hat“, sagt Tim Gebauer.

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Vor einem halben Jahr hatten Tim Gebauer und Lukas Stappmann noch das klare Ziel vor Augen, mit ihrer „Speisekammer“ von der Breuershofstraße in die Innenstadt umzuziehen. Mehr Laufkundschaft, mehr Bekanntheit, so war der Plan – sicher kein schlechter. „Für uns dennoch nicht der richtige Weg“, ist Gebauer mittlerweile überzeugt. Lieber möchten er und Stappmann sich mit dem „Wunderwerk Catering“ auf das konzentrieren, was eigentlich sowieso Herz des Betriebs ist: das Catering. Damit hat vor zwei Jahren auch alles angefangen. Nach einem Auslandsjahr in Neuseeland während der Schulzeit und anschließendem Studium, gründeten die beiden Jungunternehmer im Juni 2016 ihren eigenen Betrieb. „Dass wir uns mal selbstständig machen wollen, war uns beiden schon als Jugendliche klar“, erinnert sich Lukas Stappmann. Dass es Gastronomie werden sollte, stand dann nach dem Jahr in Neuseeland fest. Gebauer: „Wir haben dort so viele spannende Gastro-Konzepte kennengelernt. So etwas wollten wir auch in der Heimat umsetzen.“ Er selbst studierte BWL, Lukas Stappmann absolvierte den Studiengang „Food, Beverage and Culinary Management“. Die jungen Männer kauften sich einen Foodtruck, dann konnte es losgehen.

Seither sorgen Lukas Stappmann und Tim Gebauer bei Geburtstagen, Hochzeiten, Firmenfeiern und anderen Festen für die passende Verpflegung, auch auf Street Food Märkten sind sie ab und an unterwegs. Wer das „Wunderwerk Catering“ bucht, kann zwischen einem fertigen Buffet inklusive Vorspeisen und Desserts oder einem Grillen direkt vor Ort wählen. „Live Cooking“ mögen Tim Gebauer und Lukas Stappmann am liebsten. Kontakt zu Kunden und Gästen, alles frisch vor Ort zubereiten. Pulled Chicken und Pulled Pork bieten die Jungunternehmer dabei etwa an, dazu hausgemachte Pommes aus Süßkartoffeln und andere Beilagen. „Anfangs haben wir viel auf Salate und Wraps gesetzt“, erzählt Lukas Stappmann. Aber auch beim Speisenangebot mussten er und sein Geschäftspartner umdenken.

„Die ungesunden Sachen kommen irgendwie besser an“, sagt Tim Gebauer und lacht. „Unsere Gäste möchten sich scheinbar etwas gönnen, wen sie bei uns sind.“ Wer sich mittags etwas gönnen möchte, ist beim „Wunderwerk Catering“ ebenfalls an der richtigen Adresse. Seit einem Jahr haben Lukas Stappmann und Tim Gebauer zusätzlich zu ihrem Foodtruck auch die „Speisekammer“, einen stationären Imbiss im Gewerbegebiet an der Breuerhofstraße. „Wir wollten immer einen eigenen Laden“, sagt Gebauer. „Eigentlich halt in der Innenstadt. Dann ist es eben Fichtenhain geworden.“ In dem Gewerbegebiet fanden die Unternehmer ein Grundstück, auf dem ein Container stand. Das Grundstück haben sie gepachtet, den Container gekauft und in Eigenarbeit umgestaltet.

Mittags gibt es dort Currywurst und mehr, zudem nutzen die Gründer den Standort als Basislager für ihre Catering-Aufträge. Diese sind in den zwei Jahren seit Gründung des Unternehmens immer mehr geworden. Stappmann und Gebauer, die gemeinsam kochen und auch die Wirtschaftsplanung, Buchhaltung und Co. zusammen erledigen, sind fast jedes Wochenende unterwegs und mussten schon so manche Anfrage ablehnen. Auch ein Grund dafür, dass sie die Umzugspläne in die Innenstadt verwarfen und stattdessen nun einen zweiten Foodtruck anschaffen wollen.

Eine Event-Location, in der die Gäste Essen können

Mehr noch, für nächstes Jahr ist auch geplant, Mitarbeiter einzustellen. Einen Plan haben die beiden jungen Caterer bisher nicht nicht verworfen: den Traum von einer eigenen Event-Location. „Am liebsten einen alten Bauernhof“, sagt Lukas Stappmann. „Den würden wir dann schön gestalten und könnten dann nicht nur Essen, sondern auch direkt die passenden Räume anbieten.“

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