Vor 15 Jahren gründete sich der Krefelder Boule-Club. Ein 18-jähriges Mitglied hat es bis zur EM-Teilnahme gebracht.

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Daniel Brehmer, Siggi Nentwig, Carlos Sanchez und Fabian Krebbers eröffnen die Boule-Saison an der Alten Gladbacher Straße.

Daniel Brehmer, Siggi Nentwig, Carlos Sanchez und Fabian Krebbers eröffnen die Boule-Saison an der Alten Gladbacher Straße.

Dirk Jochmann

Daniel Brehmer, Siggi Nentwig, Carlos Sanchez und Fabian Krebbers eröffnen die Boule-Saison an der Alten Gladbacher Straße.

Krefeld. Der Krefelder Boule-Club eröffnet die diesjährige Saison mit einer Geburtstagsfeier. Vor 15 Jahren wurde der Club gegründet und bietet seitdem begeisterten Boulespielern in Krefeld und Umgebung eine Plattform. Der Club feiert sein 15-jähriges Bestehen mit einem Super-Mêlée-Turnier, an dem sich alle Spieler auf dem Platz beteiligen können. Es wird ausgelost, wer gegen wen spielt.

Eine Sportart, die viel Konzentration erfordert

Das französische Freizeitspiel hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr als Sportart etabliert und wird von den Sportlern auch als Pétanque bezeichnet. Gespielt wird mit Metallkugeln und einer kleinen Zielkugel, die auch Schweinchen genannt wird. Es konnen entweder zwei Teams oder zwei Einzelpersonen gegeneinander spielen. Ein Spieler wirft zunächst die Zielkugel. Ziel des Spiel ist es, mit den Metallkugeln, entweder durch Legen oder Schießen, möglichst nah an die Zielkugel heranzukommen.

Wird eine Kugel gelegt, versucht ein Spieler dem Schweinchen näher zu kommen als der Gegner. Natürlich versucht man die gegnerische Kugel zu treffen, um diese so von der Zielkugel zu entfernen.

Diese Sportart ist körperlich nicht anspruchsvoll, erfordert jedoch viel Konzentration. "Jeder kann Boule spielen. Egal ob Jung oder Alt. Ob mit oder ohne Handicap", sagt Dieter Neumann, der Vorsitzende des Krefelder Boule-Clubs.

60 Clubmitglieder trainieren dreimal in der Woche auf dem Bouleplatz an der Alten Gladbacher Straße. Darunter sind nicht nur Sportler mittleren Alters, sondern auch Jugendliche, wie Moritz Wiegand. Der 18- Jährige hat bereits an der Europameisterschaft teilgenommen. Relativ viele Kinder und Jugendliche aus Krefeld sind begeisterte Boulespieler und nehmen an diversen Meisterschaften und Turnieren teil.

Der Krefelder Verein konnte bisher zahlreiche Erfolge erzielen. So spielen insgesamt vier Mannschaften in der Regionalliga, Bezirksliga und in der Kreisklasse. Dieter Neumann ist zufrieden: "Unser Verein ist erfolgreich und uns geht es finanziell gut. Wir hoffen natürlich, dass noch mehr Boule-Spieler zu uns stoßen werden, die nicht nur in ihrer Freizeit spielen wollen."

Im Sommer wird draußen, im Winter in der Halle gespielt

Der Krefelder Club legt großen Wert auf das Zusammengehörigkeitsgefühl im Club. Da sich die Stadt nicht um die Pflege des Boule-Platzes kümmern kann, übernehmen die Sportler diese Aufgabe. Bäume und Sträucher, die den Platz umrahmen, schaffen vor allem im Sommer eine ruhige Atmosphäre. Im Winter trainieren die Sportler in der Halle am Baackesweg.

Innerhalb der letzten 15 Jahre ist der Boule-Sport ein fester Bestandteil der Krefelder Sportszene geworden. Dieter Neumann hofft, dass der Verein auch in Zukunft durch viele leidenschaftliche Boulespieler bereichert wird.

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