Ute Kuhnen
Ute Kuhnen

Ute Kuhnen

Jochmann, Dirk (dj)

Ute Kuhnen

Krefeld.  Bevor ich im Sommer 2016 nach Krefeld zog, hatten mein Partner und ich eine mehrjährige Fernbeziehung und in all diesen Jahren habe ich es noch nicht erlebt, Krefeld „in Weiß“ zu sehen.

Umso mehr habe ich mich am Morgen des 2. Januar darüber gefreut als es schneite – weckte es doch Erinnerungen an meine Heimat: Winter 2010 in der Eifel. Es schneite unaufhörlich. Eines Nachmittags ging es, warm eingepackt und mit Schneeschaufel und Eishacke bewaffnet, vor die Tür, um wenigstens den langen Weg zur Garage hinter dem Haus freizumachen. Mein Vater und ich waren den ganzen Nachmittag beschäftigt und irgendwann wussten wir nicht mehr, wohin mit all den Schneebergen.

Das Schlimmste allerdings war die Tatsache, dass das Stück, das wir zuvor freigeschaufelt hatten, schon wieder zu war und wir wieder von vorne anfangen mussten. Irgendwann haben wir völlig erschöpft aufgegeben – es war eine Sisyphusarbeit.

Den „Lohn“ für die harte Arbeit bekam ich an den folgenden Tagen: Ich konnte vor lauter Muskelkater meine Arme nicht mehr bewegen. Alle Knochen taten mir weh. Das denke ich, ist etwas, was mir hier in Krefeld so schnell wohl nicht passieren wird – außer, Tief Egon zieht am Wochenende doch noch alle Register.

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