Der Umbau würde rund 20 Millionen kosten, ein Neubau rund 40 Millionen.

So könnte ein Neubau der Verwaltung an der St.-Anton-Straße aussehen – auf dem Gelände von Sparkasse und Volksbank. Die Studie hat der Krefelder Architekt Jürgen Schwittmann erstellt.
So könnte ein Neubau der Verwaltung an der St.-Anton-Straße aussehen – auf dem Gelände von Sparkasse und Volksbank. Die Studie hat der Krefelder Architekt Jürgen Schwittmann erstellt.

So könnte ein Neubau der Verwaltung an der St.-Anton-Straße aussehen – auf dem Gelände von Sparkasse und Volksbank. Die Studie hat der Krefelder Architekt Jürgen Schwittmann erstellt.

Im denkmalgeschützten Stadthaus-Komplex arbeiten rund 600 städtische Mitarbeiter. Er muss dringend saniert werden.

NN, Bild 1 von 2

So könnte ein Neubau der Verwaltung an der St.-Anton-Straße aussehen – auf dem Gelände von Sparkasse und Volksbank. Die Studie hat der Krefelder Architekt Jürgen Schwittmann erstellt.

Krefeld. Nun liegen sie endlich vor - die mit Spannung erwarteten Gutachten zur Zukunft des Stadthauses. Die Sanierung des Gebäudes soll rund 20 Millionen Euro plus Umzug und Zwischenunterbringung kosten; ein Neubau in der Innenstadt würde mit gut 40 Millionen plus Grundstückskosten zu Buche schlagen. Nun ist die Politik wieder am Zuge.

Das Stadthaus, in dem knapp 600 Mitarbeiter der technischen Abteilungen der Stadtverwaltung arbeiten, stammt aus den 50er Jahren und ist dringend sanierungsbedürftig. Der Oberbürgermeister hat immer die Meinung vertreten, dass die Verwaltung in der Innenstadt konzentriert werden sollte, um dort für mehr Leben zu sorgen.

Was wird aus dem Stadthaus, wenn neu gebaut wird?

Um eine Basis für die politische Entscheidung „Innenstadt – Ja oder Nein“ zu haben, waren die beiden Gutachten zur finanziellen Auswirkung in Auftrag gegeben worden, die jetzt vorgestellt wurden. Die Entscheidung wird aber noch einige Wochen oder Monate auf sich warten lassen, da längst nicht alle Fragen geklärt sind.

Fest steht laut Gutachten der Krefelder Architekten Reymann, dass das 1950-53 von dem bekannten Architekten Egon Eiermann als Verwaltungsgebäude für die Verseidag gebaute Stadthaus heute in einem erbärmlichen Zustand ist.

Dennoch hat die Untersuchung der Aspekte Denkmalschutz, Brandschutz, Schadstoffbelastung und energetische Situation ergeben, dass eine Sanierung des Verwaltungsstandortes möglich ist. Je nach Umgang mit den Schadstoffen würde dies zwischen 18,7 und 21,3 Millionen Euro kosten und ein bis anderthalb Jahre dauern.

CDU Die CDU will sich erst äußern, wenn sie beraten hat.

SPD Die SPD ist für einen Umzug in die Innenstadt, will aber auf jeden Fall das Seidenweberhaus einbeziehen. Zudem soll geprüft werden, ob die Stadttöchter helfen können, und ob ein Wettbewerb möglich ist.

Grüne Auch die Grünen sehen sich in ihrem Votum für die Innenstadt bestärkt, möchten aber die gleichen Aspekte wie die SPD geprüft wissen.

FDP Die FDP warnt vor Schnellschüssen und hält Abriss oder Verfallenlassen des Stadthauses für keine seriöse Option.

Hinzu müsste man einen Sicherheitszuschlag von rund 20 Prozent für mögliche Überraschungen sowie die Kosten für Umzug und Zwischenunterbringung der Mitarbeiter zählen.

Die Machbarkeitsstudie zu einem Neubau anstelle von Sparkasse und Volksbank zwischen St.-Anton- und Carl-Wilhelm-Straße haben die Architekten Schwittmann und Bertrams in Zusammenarbeit mit der Unternehmensgruppe Hellmich erstellt.

Laut dieser Studie würde ein fünf- bis sechsgeschossiger Neubau, der Platz für alle Mitarbeiter sowie die neue Geschäftsstelle der Sparkasse bietet, rund 42,5 Millionen Euro plus Grundstücke kosten. In einer ersten Skizze hat das kompakte Gebäude eine überdachte Passage parallel zu Carl-Wilhelm-Straße, sowie zwei Atrien zur St.-Anton-Straße.

Zu den vielen offenen Fragen zählen im Falle des Neubaus die der Mietkosten für die Stadt im Neubau, die Zukunft des denkmalgeschützten Stadthauses. Bei der Sanierung ginge es zum Beispiel um die Finanzierung und die Zwischenunterbringung.

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