Auf spiegelglatten Straßen stürzen dutzende Fußgänger und Radfahrer. Viele Krefelder streuen einfach nicht.

Auf spiegelglatten Straßen stürzen dutzende Fußgänger und Radfahrer. Viele Krefelder streuen einfach nicht.
Dieser Transporter geriet auf der spiegelglatten Straße am Hökendyk von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben. Zum Glück blieb es beim Blechschaden.

Dieser Transporter geriet auf der spiegelglatten Straße am Hökendyk von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben. Zum Glück blieb es beim Blechschaden.

Samla

Dieser Transporter geriet auf der spiegelglatten Straße am Hökendyk von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben. Zum Glück blieb es beim Blechschaden.

Krefeld. Die Meteorologen hatten es angekündigt. Trotzdem überraschte das Blitzeis am Samstag viele Krefelder. Als gegen 13 Uhr etwa der Niederschlag einsetzte, wurden Straßen und Gehsteige in Sekunden zu gefährlichen Rutschpisten. Bei Bodentemperaturen von minus drei Grad gefror der Regen sofort. Die Folgen: Blitzeis auf allen nicht gestreuten Wegen und Dauereinsatz für die Rettungskräfte. Die Polizei zählte am Sonntag insgesamt 22 Autounfälle, die nach Angaben der Ordnungshüter auf den gefrorenen Nieselregen zurückzuführen sind.

Der Rettungsdienst der Feuerwehr war 59 Mal im Einsatz, weil Fußgänger oder Radfahrer stürzten und sich Prellungen, Schürfwunden und Knochenbrüche zuzogen.

Der Hökendyk musste am Samstagmittag gesperrt werden

Besonders betroffen vom Glatteis war am Samstagmittag der Dyk-Bereich. Zwischen Nieper und Hülser Straße war es so glatt, dass gleich mehrere Autofahrer die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und von der Straße abkamen. Einige landeten sogar im Straßengraben. „Zum Glück“, berichtete ein Einsatzleiter der Polizei gegenüber der WZ, „entstand bei diesen Einsätzen nur Blechschaden“. Der Hökendyk wurde am Samstagmittag von der Polizei kurzfristig gesperrt, um die Gefahr von weiteren Unfällen zu bannen, bis die Mitarbeiter der GSAK den Bereich gestreut hatten.

Insgesamt waren von Samstagmittag bis Sonntagnacht rund 100 Mitarbeiter von SWK und GSAK im Einsatz, um Straßen sowie Rad-und Gehwege mit einem Gemisch aus Sand und Salz zu enteisen. „Diese Wetterbedingungen stellten schon eine großere Herausforderung für die Mitarbeiter des Winterdienstes dar. Da wir in der Nacht zuvor aber im Hinblick auf eine mögliche Glatteis-Gefahr hin die Hauptverkehrsstraßen gestreut hatten, waren wir gut vorbereitet“, erklärte SWK-Pressesprecherin Dorothee Winkmann. Kritik übten die SWK hingegen an vielen Krefeldern, die den Bereich vor ihrem Haus nicht gestreut hatten. So sei es laut Reinigungssatzung Pflicht von Anliegern ebenfalls die Wege zu einer Bushaltestelle zu streuen. „Oftmals ist das aber nicht passiert“, so Winkmann.

Polizei riet den Krefeldern, das Auto nicht zu benutzen

Für die Straßenbahnlinien mussten auch die Gleisweichen bestreut werden. Verspätungen gab es nach Angaben von Dorothee Winkmann vor allem bei den Nachtexpressfahrten der Buslinien 6, 8, 10 und 27 ab 23 Uhr.

Lob gab es von der Polizei für die umsichtige Fahrweise der Krefelder, die ihr Tempo in den meisten Fällen den schwierigen Witterungsbedingungen angepasst hatten.

Die Ordnungshüter hatten den Krefeldern am Samstagmittag geraten, dass Auto nur zu nutzen, wenn es gar nicht anders ginge.

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