Im Frühjahr beginnt wieder die Laichzeit. Um die Amphibien zu schützen, ist ein Zaun am Flünnertzdyk aufgestellt worden.

Im Frühjahr beginnt wieder die Laichzeit. Um die Amphibien zu schützen, ist ein Zaun am Flünnertzdyk aufgestellt worden.
Andrea Funke, Biologin bei der Unteren Naturschutzbehörde, informierte über den Amphibien-Fangzaun am Flünnertzdyk.

Andrea Funke, Biologin bei der Unteren Naturschutzbehörde, informierte über den Amphibien-Fangzaun am Flünnertzdyk.

Andrea Funke, Biologin bei der Unteren Naturschutzbehörde, informierte über den Amphibien-Fangzaun am Flünnertzdyk.

Andreas Bischof, dpa, Bild 1 von 2

Andrea Funke, Biologin bei der Unteren Naturschutzbehörde, informierte über den Amphibien-Fangzaun am Flünnertzdyk.

Inrath. Auf das Frühjahr freuen sich schon jetzt die Kröten, die so langsam mit ihren Wanderrouten zu den Laichgewässern beginnen. Gerade klammert sich ein paarungsbereites Männchen auf dem Rücken des Weibchens fest und will so huckepack zum Gewässer getragen werden. Typisch Mann! Und da auf den Wegen über die Autostraßen entlang viele Gefahren bestehen, geht das Grünflächenamt weiter daran, so genannte Schutzräume auszuweisen. Damit zu tun hat bei der Stadtverwaltung Andrea Funke vom Fachbereich Grünflächen. Sie trifft man gerade in Inrath am Flünnertzdyk.

Sie stellt das neueste Artenschutzprojekt vor: einen Amphibien-Schutzzaun, der dort jetzt in einer Länge von etwa 360 Metern aufgestellt ist. „Wir mussten auch hier was tun, da es offenbar an dieser stark befahrenen Straße eine große Erdkrötenpopulation gibt.“

Mitarbeiter werten die Ergebnisse der Erhebung aus

Andrea Funke erklärt den Schutzzaun, in dem in regelmäßigen Abständen 32 Eimerfallen in den Boden eingegraben worden sind. Damit werden die Kröten eingefangen. Mit der Erhebung und Auswertung hat die Stadt Krefeld die Biologische Station im Kreis Wesel beauftragt. „Zwei hauptamtliche Mitarbeiter dieser Station werden morgens und abends die Eimer über die Straßen zu den Gewässern bringen und leeren“, erklärt sie.

Die erhoben Daten seien deshalb wichtig, weil sie eventuell angeben, ob dort eine dauerhafte Querungshilfe anbracht ist. Unter anderem bieten auch die Naturschutzgebiete Hülser und Latumer Bruch in Krefeld mit ihren offenen Wasserflächen und Röhrichtzonen vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Auch dort sind verschiedene Amphibienarten beheimatet, wie Erdkröte, Grasfrosch und einige Molcharten, wurden in der Vergangenheit ebenfalls solche Amphibien-Fangzäune aufgestellt.

Diese Schutzmaßnahmen können aber nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn sich genügend ehrenamtliche Helfer und Helferinnen finden, die abwechselnd bereit sind, in den etwa sechs bis acht Wochen von Februar bis April morgens und abends die Lurche über die Straße zu tragen. Die Tiere werden dabei außerdem protokolliert, damit ihre bevorzugten Wanderwege festgestellt werden können. Alle Helfer würden geschult. Wer sich an den Artenschutzmaßnahmen beteiligen will, bitte bei Andrea Funke, Untere Landschaftsbehörde der Stadt Krefeld, anrufen: Telefonnummer 86 44 27.

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