Technik und Naturwissenschaft: Stiftung fördert Schulen für besondere Initiativen.

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Oliver (2.v.l.) und Samuel mit ihrem Roboter, Gregor Kathstede (l.) und Thimo V. Schmitt-Lord.

Oliver (2.v.l.) und Samuel mit ihrem Roboter, Gregor Kathstede (l.) und Thimo V. Schmitt-Lord.

Andreas Bischof

Oliver (2.v.l.) und Samuel mit ihrem Roboter, Gregor Kathstede (l.) und Thimo V. Schmitt-Lord.

Krefeld. Bis zum Boden reichen den beiden Sechstklässlern ihre Kittel. Detailliert erklären Oliver und Samuel den beiden Männern ihr kleines Experiment: „Der Roboter fährt so, wie man ihn programmiert. Jetzt müssen Sie ihn so programmieren, dass er richtig fährt“, erklärt Samuel. Oberbürgermeister Gregor Kathstede und Thimo V. Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftungen, versuchen sich an dem Computerprogramm, das die Schüler in ihrer AG benutzen.

Die Vorführung der Schüler des Gymnasiums Horkesgath fand im Rahmen einer Feierstunde statt, bei der die Bayer-Stiftung Bildungseinrichtungen im Raum Krefeld mit 70 000 Euro fördert. Die Bayer Science & Education Foundation unterstützt die Umsetzung von zehn außergewöhnlichen technischen und naturwissenschaftlichen Unterrichtsinitiativen: „In den ausgezeichneten Projekten fördern Lehrer die Begeisterung ihrer Schüler für technologische Fragestellungen, naturwissenschaftliche Phänomene und wissenschaftliche Verfahrensweisen“, erklärt Schmitt-Lord.

Für die laufende Förderrunde hatte es eine Rekordbewerberzahl von 135 Projekten gegeben, bei denen sich sieben Schulen aus dem Krefelder Raum durchsetzen konnten: „Zu dieser großartigen Bilanz kann ich nur gratulieren“, sagt Schmitt-Lord.

Das Gymnasium Horkesgath hat jetzt eine „Mint“-Klasse

So geht unter anderem eine Förderung über 10 000 Euro an das Gymnasium Horkesgath. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres hat das Gymnasium seine zweite Profilklasse eingerichtet: Die „MINT“-Klasse. Schüler der Stufen fünf bis sieben können naturwissenschaftliche Phänomene in AGs fachübergreifend und praxisnah beleuchten. Dazu gehört auch, wie Oliver und Samuel eindrucksvoll demonstriert haben, das Programmieren eines Roboters.

Auch das Projekt des Gymnasiums Fabritianum konnte überzeugen: Im Jahr 2011 begannen Schüler, den alten Schulteich und den Schulgarten zu sanieren. Inzwischen hat der Teich eine reiche Flora und Fauna entwickelt. Dies wird in den Unterricht eingebunden, indem die Schüler ein Gewächshaus errichten, Pflanzen züchten oder Kreuzungsexperimente im Rahmen des Themas Genetik durchführen. Bayer stärkt das Projekt mit 4000 Euro.

Für die beiden Projekte „Lebensmittel-Analytik“ und „Informatik: das kann ich – mit Robotern die Wissenschaft erleben“ gibt’s insgesamt 3000 Euro.

Fürs Projekt „Gendiagnose am Beispiel der Lactose-Intoleranz“ kommen 9824 Euro Förderung der Stiftung.

Fürs Projekt „Teilchen auf Wanderschaft“ gibt’s 13 535 Euro, für „Elektronische Steuerungen“ 7000 Euro.

Steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.

Alle Konzepte sollen dazu beitragen, bei Schülern den Spaß und das Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu wecken, Talente frühzeitig zu fördern und die berufliche Orientierung zu erleichtern.

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