Er war zuletzt Gouverneur von North Carolina. Dieses Mandat hat er verloren – und zweifelt.

Bundestagswahl - Wahlbeiligung nicht einschätzbar
Symbolbild.

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Friso Gentsch

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Krefeld. Auch nach der Präsidentschaftswahl wird es in Krefelds Partnerstadt nicht ruhiger. Nun geht es allerdings nicht um die Ergebnisse der bundesweiten Wahl, sondern der im Staat North Carolina. Der Republikaner Pat McCrory, vormals Bürgermeister von Charlotte, hat sein Mandat als Gouverneur des Bundesstaates verloren: Demokrat Roy Cooper konnte das Rennen knapp für sich entscheiden. Nun zweifelt der Verlierer das Wahlergebnis an.

Nach Informationen der Washington Post die sich Mittwoch auf noch nicht offizielle Zahlen des State Board of Elections bezieht, lagen die Demokraten um 7700 Stimmen vorne (bei rund 4,7 Millionen für die Wahl registrierten Menschen). Zu diesem Zeitpunkt seien noch nicht alle Stimmen ausgezählt gewesen – der Abstand soll sich vergrößert haben.

Wahlbüros hätten zu früh zu zählen begonnen

McCrorys Kritik: Einige Wahlbüros hätten bereits zu zählen begonnen und Ergebnisse genannt, bevor das State Board of Elections Richtlinien dazu herausgegeben hätte, wie mit Menschen umzugehen sei, die unerlaubter Weise in mehr als einem Staat zur Wahl gegangen seien, denen, die noch vor dem Wahltag verstorben seien und Straftätern, die durch ihre Verurteilung ihr Wahlrecht eingebüßt hätten.

Der Republikaner zweifelt daher die Integrität der Wahl an und fordert Neuauszählungen oder – auch das ist in den USA im Falle von Zweifeln an der Wahl möglich – durch einen Mehrheitsbeschluss der Gesetzgebungsorgane den Gouverneur wählen zu lassen. In diesem Fall erhofft sich McCrory, sein Mandat behalten zu dürfen.

In den Kommentaren auf der Internetseite des Charlotte Observer, zeigt sich allerdings die Grundstimmung der Einwohner. Viele fordern ihn auf, die Niederlage einzugestehen.

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