Mehr als 230 Krefelder folgen der Einladung ins Seidenweberhaus.

Oberbürgermeister Gregor Kathstede führte in das Thema ein.
Oberbürgermeister Gregor Kathstede führte in das Thema ein.

Oberbürgermeister Gregor Kathstede führte in das Thema ein.

Andreas Bischof

Oberbürgermeister Gregor Kathstede führte in das Thema ein.

Krefeld. Das Seidenweberhaus ist in die Jahre gekommen. Davon überzeugten sich ein Großteil der mehr als 230 Krefelder, die am Montagabend der Einladung der CDU in die Veranstaltungshalle auf dem Theaterplatz gefolgt sind. Bevor die Varianten für die Zukunft des Gebäudes ausgiebig vorgestellt wurden, gab es in zwei Gruppen einen einstündigen Rundgang durch das Gebäude mit Geschäftsführer Paul Keusch.

Viele bekannte Gesichter sind unter den Besuchern auszumachen. So unter anderem auch Alt-Oberbürgermeister Hansheinz Hauser. Der hat 1971 in einer Ratssitzung den ideellen Grundstein für das Haus gelegt. 1976 wurde es eröffnet.

„Wir wollen mit Ihnen über Strategien, Denkanstöße und Lösungsansätze sprechen“, sagt Oberbürgermeister Gregor Kathstede in seiner Begrüßungsrede. Die zentrale Frage an diesem Abend lautet: „Braucht die Stadt einen Neubau oder ist das Seidenweberhaus sanierungsfähig.“ Alles an Fakten kommt auf den Tisch.

Theaterplatz im Gesamtkontext der Innenstadt sehen

Dabei geht es nicht nur um die Zukunft der Veranstaltungshalle, sondern um die Gestaltung der gesamten Innenstadt. Ob Ostwall-Carree, die neue Haltestelle Ostwall/Udu, die Bebauung des Geländes der früheren Werkkunstschule, die neue Volksbank – in diesem Zusammenhang sei auch das Seidenweberhaus zu sehen.

Welche Lösung die CDU bevorzugt, ist an diesem Abend nicht zu hören. Unstrittig hingegen ist, dass Krefeld eine Veranstaltungshalle in der jetzigen Größenordnung braucht. Der König-Palast sei für 8000 bis 9000 Besucher ausgelegt, das Seidenweberhaus nach einer Sanierung oder Neubau für rund 2400 Besucher. Derzeit dürfen nur 1425 rein.

Entscheidung über Zukunft ist eine finanzielle Frage

Dennoch gibt es keinen Zweifel daran, dass die Entscheidung über die Zukunft der Halle eine fiskalische ist. Der planungspolitischer Sprecher der CDU, Jürgen Wettingsfeld, zeigt in einer 55-seitigen Präsentation die von der Verwaltung ermittelten Kosten für die verschiedenen Varianten auf. Rund 45 Millionen Euro würde ein Neubau kosten, 35 Millionen eine zukunftsfähige Grundsanierung und Modernisierung.

Während Architekt Rainer Lucas für den Gestaltungsbeirat einen Neubau an anderer Stelle favorisiert, sprechen sich in der anschließenden Diskussion rund 70 Prozent der Redner für eine Generalsanierung und damit für den Erhalt des Seidenweberhauses aus.

Leserkommentare (11)


() Registrierte Nutzer