Wilfrid Fabel hält das Einzelhandelsgutachten für nicht umsetzbar, ist für ein Einkaufscenter am Ostwall. Er will die Szene vom Theaterplatz vertreiben.

CDU
Ulrich Hahnen will das Stadthaus abreißen, um einen Neubau auf dem Theaterplatz (Foto) zu finanzieren. Wilfrid Fabel ist skeptisch, ob sich ein Investor findet. Archiv

Ulrich Hahnen will das Stadthaus abreißen, um einen Neubau auf dem Theaterplatz (Foto) zu finanzieren. Wilfrid Fabel ist skeptisch, ob sich ein Investor findet. Archiv

A. Bischof

Ulrich Hahnen will das Stadthaus abreißen, um einen Neubau auf dem Theaterplatz (Foto) zu finanzieren. Wilfrid Fabel ist skeptisch, ob sich ein Investor findet. Archiv

Krefeld. Für CDU-Fraktionschef Wilfrid Fabel gehört das Einkaufscenter an den Ostwall. „Das ist der richtige Standort. Hier können wir zusammen mit der Umgestaltung des Haltestellenbereichs Ostwall das Behnisch-Haus bis hin zur Königstraße beleben.“

Von dem neuen Einzelhandelsgutachten hingegen hält der CDU-Fraktionschef nicht viel. „Wer soll denn diese verschiedenen kleinen Lösungen finanzieren? Wenn das gewollt oder rentabel wäre, hätten Eigentümer oder Betreiber wie Kaufhof oder Schwanenmarkt ja schon längst eine Erweiterung vorangetrieben“, sagt er.

Fabel hofft, dass die Verhandlungen mit der Schweizer Firma Luximo über Werkkunstschule und Ostwall-Grundstücke zu einem guten Ende kommen. Dann könne man an einer Gesamtlösung für den Bereich Ostwall, Rheinstraße und Behnisch-Haus arbeiten, ohne einen zusätzlichen Einzelhandelsstandort zu schaffen. Und die Stadt habe eine Möglichkeit, bei der Gestaltung mitzureden.

Weniger optimistisch ist der CDU-Politiker, was den Umbau des Theaterplatzes mit Hotel und Verwaltungsbüros angeht. „Natürlich brauchen wir eine Lösung für das Stadthaus und für das Seidenweberhaus. Aber ohne Investor geht angesichts leerer Kassen gar nichts.“

Fest steht für Fabel, dass die Szene vom Platz vertrieben werden soll: „Das ist nicht mehr erträglich.“ Dazu gehöre eine Umgestaltung, um den Ort für die Szene unattraktiv zu machen. Die Abgänge müssten verschlossen, die Sitzmöglichkeiten an den Hochbeeten entfernt werden. Zur Frage, wohin man die Menschen verlagern soll, wollte Fabel sich jedoch nicht äußern. Das gebe nur Ärger.

Wenn es nach ihm persönlich gehe, würde man das Geld für die Betreuung dieser Menschen einsparen und besser für die Förderung von Kindern ausgeben. „Durch das Geld, das wir in Betreuung und Streetwork investiert haben, ist die Szene auch nicht kleiner geworden.“

Eine gute Chance sieht er hingegen für das Stadtbad Neusser Straße. Die CDU stehe hinter den Plänen von Jochem Bellinger, weil der einen Investor an der Hand habe und nicht auf Zuschüsse der Stadt baue. Allerdings müsse die Entscheidung jetzt schnell erfolgen, da der Architekt schon lange auf ein Signal aus Krefeld warte. Die Entscheidung zwischen den beiden Bewerbern solle im Liegenschaftsausschuss am 25. Januar fallen.

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