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Ein Castorbehälter beim Verladen in Dannenberg.

Ein Castorbehälter beim Verladen in Dannenberg.

dpa

Ein Castorbehälter beim Verladen in Dannenberg.

Krefeld. Wenn die Atommülltransporte ins niedersächsische Gorleben rollen, ist Spitzentechnik aus Krefeld maßgeblich beteiligt: die Castor-Behälter von Siempelkamp. Nach Angaben der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS/Essen) ist in Deutschland neben Siempelkamp nur noch die Firma Gontermann-Peipers (Siegen) in der Lage, diese Behälter herzustellen.

GNS vergibt die Aufträge im Namen der deutschen Energiekonzerne. Laut Firmensprecher Michael Köbl wurden bislang rund 1100 Castor-Behälter zum Transport von hochradioaktivem Atommüll gebaut, gut die Hälfte davon in Krefeld.

Die Behälter bestehen aus extrem widerstandsfähigem Gusseisen mit Kugelgraphit. Ein Doppeldeckelsystem verschließt den Innenraum. Castoren wiegen rund 100 Tonnen, sind etwa sechs Meter lang und verfügen über eine Wandstärke von gut 40 Zentimetern. Stückpreis: etwa 1,5 Millionen Euro.

Laut Köbl kann der hochradioaktive Atommüll aus der Wiederaufarbeitung etwa 40 Jahre in den Castoren zwischengelagert werden. Behälter für die Endlagerung gebe es nur als Prototypen.

Siempelkamp ist in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie Nuklear- und Gusstechnik aktiv. Mit 2600 Mitarbeitern betrug der Umsatz 2009 etwa 555 Millionen Euro. 2010 werden 600 Millionen Euro erwartet. re

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