Vor fünf Jahren wurde die Bürgerstiftung gegründet. Die hat jetzt ein weiteres Projekt in Vorbereitung.

Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche sind ein Schwerpunkt, mehr Miteinander soll ein anderer werden: Geschäftsführerin Sabine Prehn, Vorsitzender Markus Prehn und Vorstandsmitglied Gero Hattstein von der Bürgerstiftung Krefeld. Die blickt jetzt auf fünf Jahre zurück.
Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche sind ein Schwerpunkt, mehr Miteinander soll ein anderer werden: Geschäftsführerin Sabine Prehn, Vorsitzender Markus Prehn und Vorstandsmitglied Gero Hattstein von der Bürgerstiftung Krefeld. Die blickt jetzt auf fünf Jahre zurück.

Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche sind ein Schwerpunkt, mehr Miteinander soll ein anderer werden: Geschäftsführerin Sabine Prehn, Vorsitzender Markus Prehn und Vorstandsmitglied Gero Hattstein von der Bürgerstiftung Krefeld. Die blickt jetzt auf fünf Jahre zurück.

Andreas Bischof

Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche sind ein Schwerpunkt, mehr Miteinander soll ein anderer werden: Geschäftsführerin Sabine Prehn, Vorsitzender Markus Prehn und Vorstandsmitglied Gero Hattstein von der Bürgerstiftung Krefeld. Die blickt jetzt auf fünf Jahre zurück.

Krefeld. Markus Prehn wird mitten im Gespräch ganz ernst. Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Krefeld berichtet von einem Besuch in einem Kindergarten. Die Mitarbeiterin zeigt auf einen Jungen und sagt: „Bei ihm zu Hause gibt es kein einziges Buch.“ Bestätigung für Markus Prehn, dass noch viel zu tun ist. „Wir können nicht allen den Zugang zu Bildung verschaffen – aber wir können Kindern und Jugendlichen Bildungs- und Ausbildungsperspektiven eröffnen.“

Genau das tun Prehn und seine Mitstreiter in der Bürgerstiftung Krefeld – und das fast genau auf den Tag seit fünf Jahren. Im Februar 2006 ist die Stiftung an den Start gegangen. Zielsetzung der ersten Jahre: die Bildung.

Dies zeigt sich in verschiedenen Projekten, die die Stiftung ins Leben gerufen hat oder unterstützt: das Musik-Mobil, die Mathe-Olympiade, die Junior Management Academy, die Unterstützung von Sprachreisen 13- bis 17-Jähriger durch Stipendien, der Geschichtenclub, die Zwergenbibliothek, das Leseprojekt Antolin – Dinge, die Kinder und Jugendliche auf dem gesamten Bildungsweg unterstützen und helfen sollen, Hindernisse auf diesem Weg auszuräumen.

Die Generationen ins Gespräch bringen

Aber bei diesem Schwerpunkt will es die Bürgerstiftung in Zukunft nicht belassen. „Wir wollen Menschen zueinander bringen. Wir sind dabei, neben den bereits laufenden ein neues Projekt zu entwickeln. Wir wollen – auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung – die Generationen wieder zueinander bringen.

Stichwort: Miteinander, Füreinander, Voneinander“, erläutern Markus Prehn, seine Frau Sabine und Vorstandskollege Gero Hattstein. Ende des Frühjahrs wollen sie Details nennen.

Die Bürgerstiftung Krefeld ist zu Beginn 2006 gegründet worden. Vorstandsvorsitzender ist Markus Prehn. Weiter im Vorstand: Gero Hattstein, Margot Erbslöh und Jörg Basfeld.

Neben dem Vorstand gibt es einen Stiftungsrat, dem zurzeit zehn Personen angehören. Vorsitzender ist Gregor Kathstede.

Wer der Bürgerstiftung Geld spenden will, kann dies über die Konten bei der Sparkasse und der Volksbank Krefeld tun.

Die Landesrunde der Mathe-Olympiade, die in Krefeld von der Bürgerstiftung unterstützt wird, ist am 26. Februar in der Hochschule Niederrhein. Die nächste Stifter-Versammlung ist am 30. März. Ausgeschrieben werden in nächster Zukunft die Stipendien für die Sprachreisen der Stiftung. Je mehr Spender, desto mehr Stipendien sind möglich.

Im Herbst findet in Krefeld ein Treffen (mit Workshops) aller Bürgerstiftungen Deutschlands statt. Davon gibt es rund 250, die Bundesinitiative hat ihren Sitz in Berlin. In Krefeld werden knapp 150 Personen erwartet. Gastgeber ist die Krefelder Stiftung.

Das Büro der Geschäftsführung ist an der Hochstraße 126, Telefon 02151/36 000 60.

Aufräumen möchten die drei auch mit einem immer wieder auftretenden Irrtum: „Wenn man von Stiftung spricht, meinen die Leute immer, wir hätten viel Geld zur Verfügung. Sie vergessen, dass das Stiftungskapital – 380 000 Euro – nicht angerührt werden darf. Wie stellen unser Jahresbudget nur aus den Zinseinnahmen und den Spenden zusammen.Unser Jahresabschluss muss immer von der Stiftungsaufsicht bei der Bezirksregierung abgesegnet werden“, sagt Gero Hattstein. „Ohne Spender sind unsere Projekte gar nicht zu stemmen.“

Und es sind nicht nur die eigenen Projekte. Sehr oft stellen andere Anfragen mit der Bitte: „Könnt ihr helfen?“ Dann wird vermittelt, eine Tür aufgestoßen, die der andere nicht öffnen kann, oder auch mit kleinen Beträgen geholfen, die den anderen fehlen: „Unsere Förderungspalette ist sehr groß. Wir helfen auch da, wo es brennt“, sagt Prehn.

Grundsätzlich will die Stifung aber auch anstiften: „Wir wollen, dass sich Bürger engagieren.“

„Wir freuen uns immer über Neuzugänge“, ergänzt Hattstein. Wenn ein Unternehmen Stifter werden will, zahlt es 5000 Euro. Privatpersonen – das wurde vor Jahren geändert – zahlen 1000 Euro. Spenden kann man jeden Betrag – so wie der Senior, der sich am Telefon erkundigte: „Was macht ihr eigentlich?“ und ab dann jeden Monat 50 Euro spendete. „Bürger für Bürger, Krefelder für Krefelder – diese Idee wollen wir fördern“, sagt Markus Prehn.

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