Es ist definitv eine sinnvollere Idee, als Geld für eine überdimensionale Postkarte zu verschwenden. Der zweite Anlauf der Kampagne "Krefeld - schön hier", vom Stadtmarketing ins Leben gerufen, hat zumindest den Anspruch, nachhaltig etwas für Krefeld und seine Bürger zu verbessern.

Dass dies dringend nötig ist, liegt auf der Hand. Nicht nur die Innenstadt ist weit entfernt von einem wirklichen Aushängeschild für die Stadt. Was Wunder, dass sich da Krefelder schwer tun, stolz auf ihre Stadt zu sein. Auch wenn hierzulande weit mehr geboten wird, als manche glauben mögen.

Eine Aktion, die die Identifikation der Bürger mit ihrer Heimat stärken will, ist da also nicht falsch gedacht. Sie greift aber zu kurz. Zumal das Engagement der Bürger gerade mal mit 60.000 Euro für die Umsetzung und zwar nur einer Idee belohnt wird.

Mehr als 200 Anregungen sind eingegangen, darunter auch durchaus schon ausgefeiltere. Vorschläge wie attraktivere Wege als Entree in die City könnten die Stadt für alle - auch für Auswärtige - spürbar und tatsächlich schöner machen. Dumm nur, dass ein solches Projekt weitaus mehr verschlingen würde, als 60.000 Euro.

Auch wenn im Internet-Blog darauf verwiesen wird, der Ausbau mancher Straßen sei ja schon begonnen. Eine Anhübschung hier und da führt jedoch nicht wirklich zu mehr Anziehungskraft. Da müsste schon mehr Geld in die Hand genommen werden und vor allem ein mutiges Konzept zugunsten von verkehrsberuhigten Abschnitten für mehr Verweilqualität her.

Immerhin: Das Stadtmarketing möchte die nicht zum Zuge gekommenen Ideen der Aktion "Krefeld - schön hier" als Anregung an die Fachbereiche weiterleiten. Bleibt nur zu hoffen, dass sie dort nicht auf Nimmerwiedersehen in irgendwelchen Schubladen verschwinden.

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