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Land- und Amtsgericht Krefeld

Land- und Amtsgericht Krefeld

Archivbild Andreas Bischof

Land- und Amtsgericht Krefeld

Krefeld. Mit einer Machete bewaffnet sollen im April des letzten Jahres zwei junge Männer eine Krefelder Wohnung gestürmt haben und auf die darin befindlichen Menschen losgegangen sein. Wegen dieses Raubüberfalls und eines Einbruchs nur wenige Tage vor der Macheten-Attacke müssen sich die beiden Krefelder im Alter von 20 und 25 Jahren seit Montag vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts verantworten. Bei dem Raubüberfall Anfang April soll es um Drogen gegangen sein.

Dabei habe sich laut Anklage vor allem der jüngere Angeklagte durch Brutalität hervorgetan. Neben der Machete soll er auch ein Jagdmesser und einen Baseballschläger dabei gehabt haben. Nachdem die beiden Männer die Wohnungstüre eingetreten hatten, bedrohten und schlugen sie die insgesamt drei Personen, die sich in der Wohnung befanden.

Dabei soll der jüngere Angeklagte mehrmals mit der Faust und dem Baseballschläger auf die Anwesenden eingeschlagen haben. Später soll er die stumpfe Seite der Machete benutzt haben, um solange auf den Kopf eines der Opfer einzuschlagen, bis es blutete. Der zweite Angeklagte soll auch einen Baseballschläger und einen Schlagring bei sich gehabt, ihn aber nicht benutzt haben.

Den Überfall gaben die beiden Angeklagten in der Verhandlung zu und zeigten sich auch reumütig. Nur die erste angeklagte Tat, also den Einbruch in die Wohnung wenige Tage vor dem Überfall, stritten sie ab.

Dabei sollen sie einige Parfümflaschen entwendet haben. Als ein Nachbar die Polizei alarmierte, sollen sie geflüchtet sein. Vor Gericht konnte ihre Schuld am ersten Verhandlungstag in dieser Sache nicht nachgewiesen werden.

Ein Zeuge konnte sie nicht zweifelsfrei identifizieren. Ein anderer Zeuge nannte für diesen Einbruch außerdem einen anderen Tatverdächtigen. Der Prozess soll am Mittwoch fortgesetzt werden.

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