Bis Mitte August hing die Bronzetafel noch am „Bröckske“, jetzt ist sie weg.
Bis Mitte August hing die Bronzetafel noch am „Bröckske“, jetzt ist sie weg.

Bis Mitte August hing die Bronzetafel noch am „Bröckske“, jetzt ist sie weg.

Bis Mitte August hing die Bronzetafel noch am „Bröckske“, jetzt ist sie weg.

Stadt Krefeld/Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Bis Mitte August hing die Bronzetafel noch am „Bröckske“, jetzt ist sie weg.

Krefeld. Mit einer 15-köpfigen Gruppe steuerte Dieter Brenner vom Haus der Seidenkultur dieser Tage das leerstehende „Bröckske“ an. Wie immer bei seinen „Stadtspaziergängen auf seidenen Pfaden“ erläuterte er die Herkunft des Namens „Et Bröckske“, nämlich auf eine kleine Brücke, die über einen Graben führte, in den Textilfärber einst ihre Abwässer einleiteten. Das könne man sehr schön auf einer der beiden bronzenen Tafeln am Eingang des einstigen Stammhauses der Rhenania-Brauerei erkennen, erzählte Brenner.

„Spielen wir hier ich sehe was, was du nicht siehst?“, fragte ein Teilnehmer. Dieter Brenner setzte seine Lesebrille auf – und siehe da: Die Wand war leer. „Es war einer dieser Momente eines sprachlosen Stadtführers“, sagt Brenner.

Ihm stellt sich nun die Frage, ob die geschichtsträchtigen Tafeln in Sicherheit gebracht oder von Metalldieben abgeschraubt wurden. „Wenn ja, hat man uns wieder ein Stück Stadtgeschichte geklaut.“ Mitte August seien die Bronzetafeln, jeweils rechts neben den Eingangsbögen und den früheren Speisekarten, noch an ihrem Platz gewesen.

Der Verlust der massiven Tafeln ist auch dem für die Innenstadt zuständigen Denkmalpfleger Veit Berroth aufgefallen. Er geht davon aus, dass die Tafeln gestohlen worden sind. Das „Bröckske“ gehört der insolventen Rhenania-Verwaltungs-GmbH. Was aus dem sanierungsbedürftigen Gebäude wird, ist weiterhin unklar. Pläne gab und gibt es weiterhin – sogar die Absicht, dort ein Hotel zu errichten. Bislang sollen alle Pläne an zu hohen Verkaufsforderungen gescheitert sein.

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