Kreis Viersen. Die Scheune, die am vergangenen Mittwoch in Niederkrüchten abgebrannt ist, ist angesteckt worden. Das haben die Ermittlungen der Brandsachverständigen der Polizei ergeben. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Ermittler auf rund eine halbe Million Euro. Belege für einen Zusammenhang mit anderen mutmaßlichen Brandstiftungen, insbesondere mit der brennenden Strohmiete in Viersen nur 24 Stunden später, gibt es bei der Polizei zurzeit aber nicht. Anders sieht das in der Bevölkerung aus; dort ist von einem „Feuerteufel“ die Rede, der herumläuft und immer wieder vor allem Strohmieten anzündet. „Dafür haben wir derzeit überhaupt keinen Anhaltspunkt“, sagt Harald Moyses, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Viersen.

Nur durch Zeugen kann es Hinweise auf Zusammenhänge geben

Stroh verbrennt relativ rückstandslos, Spuren eines möglichen Verursachers bleiben so gut wie nie. Von daher könnten nur Zeugen, die jemand Verdächtiges in der Nähe eines Brandorts bemerkt haben, Hinweise auf Zusammenhänge geben.

Bei dem Brand in Viersen hatten Zeugen unmittelbar vor Brandausbruch einen Mann auf einem Fahrrad bemerkt, den sie auch am Nachmittag schon in der Nähe des späteren Brandortes gesehen hatten. Ebenfalls im Januar hatten in Neersen und Willich Strohmieten gebrannt. Bei einem Gartenhausbrand in Willich-Wekeln am 20. Januar ermittelt die Polizei ebenfalls wegen Brandstiftung. Dort ziehen die Ermittler aber auch in Betracht, dass es sich um die Vertuschung eines Einbruchs gehandelt haben könnte. Die Brandorte lägen aber zu weit auseinander, um noch von einem „räumlichen Zusammenhang“ sprechen zu können, so Moyses.

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