Die CDU hatte erwogen, Gerald Wagener, den Gründer des Konservativen Kreises, aus der Partei auszuschließen. Jetzt betont Parteichef Marc Blondin die Gemeinsamkeiten.

Die CDU hatte erwogen, den Gründer des Konservativen Kreises auszuschließen. Jetzt betont der Parteichef die Gemeinsamkeiten.
Marc Blondin ist CDU-Parteichef.

Marc Blondin ist CDU-Parteichef.

Marc Blondin ist CDU-Parteichef.

Krefeld. Überraschung bei der CDU. Eigentlich wollten die Christdemokraten in diesen Tagen über den Parteiausschluss von Gerald Wagener beraten, dem Begründer des sogenannten „Konservativen Kreises“ in Krefeld. Zweimal war die Entscheidung bereits aufgeschoben, es gab sogar schon ein Ultimatum. Jetzt kommt eine gemeinsame Erklärung. Zusammengefasst: Wagener führe nichts mehr gegen seine Partei im Schilde, das Ziel, Rot-Rot-Grün zu verhindern, werde ab sofort gemeinsam verfolgt. Von einem Parteiausschluss ist keine Rede mehr.

Dabei klang das bei CDU-Chef Marc Blondin noch vor kurzem so: „Wer öffentlich ankündigt, alles dafür zu tun, dass die eigene Partei Wahlen verliert und dazu gezielt Kampagnen gegen demokratisch gewählte Kandidaten in Aussicht stellt, hat in unserer Union nichts mehr zu suchen. Herr Wagener hat damit die rote Linie eindeutig überschritten.“ Nun hat Blondin den Unternehmer wohl hinter die Linie zurückgeholt. Er sagt: „Wagener ist auf Bewährung. Ich habe ihm deutlich gemacht, dass ich handeln werde, wenn er die Verabredung bricht.“

„Wer öffentlich ankündigt, alles dafür zu tun, dass die eigene Partei Wahlen verliert und dazu gezielt Kampagnen gegen demokratisch gewählte Kandidaten in Aussicht stellt, hat in unserer Union nichts mehr zu suchen."
Marc Blondin, CDU-Parteichef, vor wenigen Wochen

Gerald Wagener hatte es mit der Ankündigung einer digitalen Schmutzkampagne gegen die hiesigen CDU-Bundestagskandidaten sogar in die überregionalen Medien geschafft, sich in Rundbriefen auf ehrverletzende Weise über Ansgar Heveling und Kerstin Radomski lustig gemacht. Motivation und Credo: Merkel muss weg, die CDU in der Opposition neu starten; die Krefelder Abgeordneten seien servile Steigbügelhalter einer profillosen Union.

In der neuen Erklärung heißt es nun: „Gemeinsam äußerten Marc Blondin und Gerald Wagener die Erwartung, dass das Programm der CDU zur Bundestagswahl 2017 neben christlich-sozial eingestellten Wählern auch konservative Mitglieder und Anhänger der Union erreichen muss. Ebenso wird die AfD als gemeinsamer Gegner und als nicht koalitionsfähig verstanden.“

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