Datenschutz ist wichtiger denn je. In einer Zeit, in der staatlicher Anti-Terror-Kampf alle vernünftigen Maßstäbe sprengt und sensible Bankdaten öffentlich zum Verkauf stehen, sind die peniblen Nörgler und Mahner fast so eine Art Freiheitskämpfer.

Umso ärgerlicher, dass die Düsseldorfer Behörde mit ihrer Sichtweise alle Vorurteile gegen Datenschützer bestätigt: Die Einwände sind blinde Prinzipienreiterei und weltfremd dazu. Die gemeinsamen Einsätze von Behörden und Ärzten dienen nicht dem systematischen Aufbau einer Sünderkartei, sie führen nicht zum rigiden Eingriff der Obrigkeit in intakte Familien, und sie sind keine neue Form staatlicher Prohibition. Sie verfolgen nur ein Interesse - das der Kinder und Jugendlichen.

Wer sich als Teenager bis zur Besinnungslosigkeit betrinkt, braucht klärende Gespräche und professionelle Hilfe, bevor es zu spät ist. Dass dazu die Weitergabe seiner Daten nötig ist, wird er verschmerzen können.

 

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