17,5 Millionen Euro Jahresüberschuss. Rechnung ergibt sich aus Änderung der gesetzlichen Vorgaben.

17,5 Millionen Euro Jahresüberschuss. Rechnung ergibt sich aus Änderung der gesetzlichen Vorgaben.
Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Projekte in Krefeld ist das Café Oje in der Felbelstraße. Archiv

Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Projekte in Krefeld ist das Café Oje in der Felbelstraße. Archiv

abi

Ein Paradebeispiel für erfolgreiche Projekte in Krefeld ist das Café Oje in der Felbelstraße. Archiv

„Unsere Kirche der Zukunft ist attraktiv für die Menschen. Sie hat eine lebendige Botschaft von Glauben und Gemeinschaft und gibt Antworten auf die Bedürfnisse der Menschen. Sie ist modern und vernetzt, engagiert, treu und lebendig zugleich“, sagt Generalvikar Andreas Frick anlässlich der Präsentation des vierten Finanzberichtes des Bistums Aachen.

Der Jahresabschluss für das vergangene Jahr zeigt eine stabile Entwicklung mit einem Jahresüberschuss von 17,5 Millionen Euro (Vorjahr: 24,6 Millionen Euro). Der Überschuss wird je zur Hälfte zur Stärkung der Risikovorsorge des Bistums und zur Absicherung der mittelfristigen Zuwendungen an Kirchengemeinden und Verbände verwendet. Die Erträge aus der Kirchensteuer sind im vergangenen Jahr nur leicht um 0,8 Prozent auf rund 246 Millionen Euro gestiegen. Maßgeblich für die Ergebnisentwicklung waren zwei Effekte: Zum einen ergab sich durch eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben eine einmalige Entlastung bei der Pensionsrückstellungen um 20 Millionen Euro. Hierdurch konnte ein positives Finanzergebnis ausgewiesen werden. Zum anderen belasteten einmalige Rückstellungen für zukünftige Zahlungen an die Altersversorgungseinrichtung für die Mitarbeiter (KZVK) in Höhe von 23 Millionen Euro das Ergebnis. Das Bistum setze nach wie vor mehr als drei Viertel der Gesamtaufwendungen von rund 326 Millionen Euro für Seelsorge, Bildung und Caritas ein, heißt es. Allein 40 Prozent fließen an Kirchengemeinden, Kinder- und Jugendeinrichtungen und Verbände.

Der Finanzbericht enthält in diesem Jahr Beispiele für Projekte, die zeigen, wie vernetzte Kirche funktionieren kann. So kommen im Krefelder Café Oje Kinder und Jugendliche des Stadtteils aus unterschiedlichen sozialen Milieus zusammen. Die verschiedenen Aktionen werden gemeinsam mit den Teilnehmern entwickelt. So entsteht „ein Lebenshaus, in dem sich die Gemeinde widerspiegelt“.

In der Innenstadt haben die Cityseelsorge und das Pastoralteam der Kirchengemeinde das Projekt „Das tägliche Brot“ initiiert. Jeden Samstag findet dort eine Lebensmittelausgabe für Bedürftige statt. Rund 1500 Menschen mit schmalen Geldbeuteln werden so regelmäßig unterstützt. Die Ausgabe der Lebensmittel nutzen die ehrenamtlichen Helfer für Gespräche und für seelsorgerische Betreuung. Sie zeigen den Weg zu Beratungsstellen und laden zum Besuch des Flüchtlingscafés in der Nachbargemeinde ein.

Angesichts der vielen Projekte schaut der Generalvikar zuversichtlich in die Zukunft.

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