Der Planungsausschuss hat über das Neubaugebiet Süd-West beraten.

Hüls. Ein neues Baugebiet im Südwesten von Hüls hat gestern Abend im Planungsausschuss für heftige Diskussionen gesorgt. Die Stadt plant, auf einer 55 Hektar großen Ackerfläche zwischen Krüserstraße, Venloer Straße, Tönisvorster Straße der Straße Unterm Steeg und der Schlufftrasse ein riesiges Neubaugebiet entstehen zu lassen.

In vier Bauabschnitten soll Platz für bis zu 1630 Wohnungen und Häuser geschaffen werden, bis zu 3260 Menschen könnten darin leben. Hüls würde damit 20 Prozent größer sein als heute. Auf zwei Drittel der Fläche soll die Regio Grundstücksgesellschaft Kauf-Optionen haben.

Die Krefelder Bürger können nun das Rahmenkonzept einsehen

Nach langer Diskussion setzten sich die Vertreter der CDU und FDP zusammen mit Andreas Drabben von der Krefelder Bürgerpolitik gegen SPD, Grüne und den Krefelder Kreis durch. Das Rahmenkonzept für Hüls Süd-West wird nun in die so genannte "frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit" gehen. Das bedeutet, dass es im öffentlichen Rahmen vorgestellt wird. Dabei haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung zu den Plänen abzugeben. Danach geht das Rahmenkonzept zurück in den Planungsausschuss und von da aus dann irgendwann in den Rat.

Der Bebauungsplan Nr. 734, der die "planungsrechtliche Grundlage des ersten Bauabschnitts" schaffen soll, wurde gestern mit einer Mehrheit beschlossen.

Die Stadt begründet den Plan damit, die Einwohnerzahl von 230000 Einwohnern halten zu wollen und Krefeld als "attraktiven Wohnstandort zu sichern", hieß es in der Vorlage für den Ausschuss. Allerdings sieht die SPD die Stadtmitte in Gefahr, aus der die Menschen in das neue Wohngebiet strömen könnten. Außerdem gebe es in den Stadtteilen genügend freie Flächen, die bebaut werden können.

Im ersten Bauabschnitt sollen viele Parks und Grünflächen entstehen

Über einen rechteckigen Verkehrsplatz im Bereich Unterm Steeg / Schulstraße soll das Neubaugebiet erschlossen werden. Von dort aus sollen Stichstraßen sternförmig abführen. Dadurch entsteht eine runde Form. Geplant sind neben Einfamilien- und Doppelhäusern auch größere Mehrfamilienhäuser.

Im ersten Bauabschnitt, der südlich der Tönisvorster Straße im Bereich Joeppenstraße und dem Darderhof liegt, sind etwa 350 Wohneinheiten geplant. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 140 und 200 Quadratemetern (Reihenhäuser), 225 bis 300Quadratmetern bei Doppelhäusern und 400 bis 500 Quadratmetern bei Einzelhäusern. Knapp 30 Prozent der 20,8 Hektar großen Fläche sind für Grünflächen und Parks reserviert.

Im zweiten Bauabschnitt sollen größere Häuser mit bis zu 450 Wohnungen entstehen. Der dritte und vierte Bauabschnitt, in dem unter anderem 125 Mehrgenerationenwohnungen geplant sind, soll bis an die Venloer Straße (B9) heranreichen, so dass Lärmschutzwände gebaut werden müssen. Im Westen des Gebiets sollen bis zu acht große Wohnhöfe mit bis zu 200 Wohnungen entstehen.

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