Seit zehn Jahren wird das Bier mit dem mild-bitteren Hopfengeschmack gebraut.

Seit zehn Jahren wird das Bier mit dem mild-bitteren Hopfengeschmack gebraut.
Auf zehn Jahre Original Königshofer blicken (v.l.) Marketing-Chef Frank Tichelkamp, Geschäftsführer Robert Ditz und Braumeister Georg Schroers zurück.

Auf zehn Jahre Original Königshofer blicken (v.l.) Marketing-Chef Frank Tichelkamp, Geschäftsführer Robert Ditz und Braumeister Georg Schroers zurück.

Dirk Jochmann

Auf zehn Jahre Original Königshofer blicken (v.l.) Marketing-Chef Frank Tichelkamp, Geschäftsführer Robert Ditz und Braumeister Georg Schroers zurück.

Dießem/Lehmheide. Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren rann das erste „Original Königshofer“ die Kehlen der Krefelder hinab. Das Bier mit seinem mild-bitteren Hopfengeschmack hat seitdem Erfolgsgeschichte geschrieben und ist längst über Krefelds Grenzen – von Sylt bis Trier – hinaus bekannt.

Jetzt ist die Zeit reif für eine neue Marke in einer anderen Flasche mit Bügelverschluss und dem beliebten „Plopp“ als Zugabe. Marketing-Chef Frank Tichelkamp weiß: „Der Bügel ist das Hippeste seit der Euroflasche im roten Kasten. Das ,Plopp‘ bringt ein Verpackungserlebnis, denn das Auge isst nicht nur, sondern trinkt auch mit.“

Dabei kalkuliert er mit ein, dass die Flasche mit diesem Verschluss teurer sein werde. „Der Porzellankopf mit Permanentgummi hat einen hohen Reinigungsaufwand. Nach der zehnten Reinigung müssen die Köpfe komplett erneuert werden.“

Nicht nur das Outfit, sondern auch der Inhalt der „neuen Produktfamilie“ kommt neu daher. Es braut sich wieder einmal etwas Neues zusammen an der Gath. „Lecker“ werde es sein, das neue Bier, sagt Tichelkamp. Mehr verrät er nicht.

Zwischen den Zeilen gelauscht könnte die neue Marke einen fruchtigen Hauch haben. Bis zum nächsten Jahr müssen die neugierigen Biertrinker jedoch warten, um zu wissen, wie es wirklich schmeckt. „Wir stecken viel Herzblut in den neuen Geschmack und die neue Optik für Alt, Pils und Export und haben Hopfen, der rund um die Welt produziert wird, für Geschmacksversuche eingefroren.“ Die erste Abfüllung von Bieren anderer Konzerne in der neuen Bügel-Produktion mit dem „Plopp“ erfolgt bereits im kommenden Frühjahr.

Mit Georg Schroers steht ein Leitender Diplom-Braumeister in Königshof parat. Ihm stehen sechs studierte Braumeister und acht Brauer zur Seite. „Wir bilden selber aus“, sagt Marketing-Chef Tichelkamp. „Es ist eine der teuersten Ausbildungen. Die Theorie findet an der Deutschen Brauerschule in Dortmund statt. Dort geht es um Chemie, Mathematik und Arbeitssicherheit.“

Zurück zur Geschichte des seit zehn Jahre bestehenden „Original Königshofer“: Vor zehn Jahren schien es in der Tat so, als hätten die Krefelder nur auf die erste Marke der Bierbrauer vom Königshof gewartet. „Zuvor waren wir nur Lohnbrauerei für andere Marken“, sagt Marketing-Chef Tichelkamp.

„Die ersten 330 000 Flaschen für die neuen Elfer-Kisten waren nach sechs Wochen weg.“

Frank Tichelkamp, Marketing-Chef

Tichelkamp erinnert sich: „Die ersten 330 000 Flaschen für die neuen Elfer-Kisten waren nach sechs Wochen weg und die Jahresplanung ausverkauft. Eine Woche lang gab es keinen Tropfen. In dieser Zeit haben wir die Kästen mit dem ,Original Königshofer‘ per Hand umgepackt.“

Heute würden 8000 bis 10 000 Hektoliter im Jahr produziert, berichtet der Marketingchef weiter. Damals hat sich der Trend, hin zu einem Produkt aus der Region, bestätigt. Der damalige Werbeslogan der Premiummarke richtete sich an die Lokalpatrioten: „In Krefeld gebraut“. Das Haus ist dem treu geblieben. Heute heißt es: „Krefelder für Krefeld“.

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