Am Samstag kann man sich beim „Tag der Friedhofskultur“ über Beisetzungsformen, Grabsteine und -schmuck informieren.

Krefeld. Dass es für eine Bestattung und die Wahl der Grabform 20 verschiedene Möglichkeiten gibt, wissen nur die wenigsten. Um über dieses Thema zu informieren, laden die Verbände der Bestatter, Friedhofsgärtner, Floristen und Steinmetze sowie das Grünflächenamt am Samstag, 28. September, von 11 bis 16 Uhr zum „Tag der Friedhofskultur“.

Auf dem Evangelische-Kirch-Platz, gleich neben dem Schwanenmarkt, möchten sie das Thema Friedhofskultur der Öffentlichkeit näher bringen, Berührungsängsten vorbeugen und die breite Palette an Angeboten vorstellen.

In der Mitte des Platzes wird eine Grabanlage aufgebaut. Darauf werden Blumen und Pflanzen präsentiert. „Wir zeigen individuelle Grabgestaltungen und die Möglichkeiten der Dauergrabpflege“, sagt Friedhofsgärtner Andreas Dick. „Außerdem informieren wir über Urnengemeinschaftsgräber.“

Ein Auszubildender fertigt Ornamente an

Der Verband der Floristen ist mit dem „Flower-Kombi-Training“ dabei. Zwölf Auszubildende aus dem dritten Lehrjahr zeigen ihre Arbeiten zum Thema Trauer. Präsentiert werden Sarg- und Urnen-Schmuck sowie Kränze. „Dabei haben sie Themen wie Mexiko oder Rocker fantasievoll umgesetzt“, sagt Floristin Petra Spring. „Wir leiden unter Azubi-Mangel“, fügt sie hinzu. „Dabei ist das ein toller, kreativer Beruf. Allerdings auch mit Arbeitszeiten am Wochenende.“

Die Innung der Steinmetze baut gemeinsam mit den Gärtnern die Grabstätte auf und zeigt Varianten der Grabmalgestaltung. In einer kleinen Werkstatt auf dem Platz fertigt ein Auszubildender Ornamente an.

Die Bestatter informieren die Besucher über die Bestattungsvorsorge. „Es ist wichtig, sich früh zu informieren und finanzielle Rücklagen zu schaffen“, sagt Bestatter Heinzwerner Conen. Auch eine Bestattungskutsche aus dem 18. Jahrhundert wird zu sehen sein.

Über ihre Arbeit informieren auch die Trauerredner sowie der Krefelder Bestattungsbund. In der Alten Kirche gibt es zudem ein Kirchen-Café. „Wir wollen das Thema als Ganzes erfassen und das Gesamtbild zeigen“, so Petra Spring. Der Trend gehe leider dahin, dass man sich von der Friedhofskultur verabschiede.

Daher wolle man Alternativen, wie das pflegefreie Grab vorstellen. Heinzwerner Conen ergänzt: „Wir hoffen, dass die Friedhofskultur bestehen bleibt.“ Petra Spring: „Entscheidend ist, dass die Leute miteinander reden und sich umfassend über die verschiedenen Bestattungs- und Grabmöglichkeiten informieren.“

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