Kein Zweifel: Wer den ganzen Tag arbeitet, hat einen moralischen Anspruch darauf, von seinem Lohn leben zu können, ohne zusätzliches Geld vom Staat in Anspruch nehmen zu müssen.

Die Tatsache, dass die Zahl der Hartz IV-Aufstocker in Krefeld sogar in einer Phase des Wirtschaftsaufschwungs von Januar 2007 bis Juni 2008 deutlich gestiegen ist, liefert den Befürwortern des Mindestlohns zusätzliche Argumente für ihre Forderung.

Ein genauer Blick auf die Zahlen der Bundesagentur relativiert jedoch das Bild: Über 3000 der knapp 5100 Krefelder Aufstocker haben einen Minijob, das heißt, sie verdienen sich eher etwas zu Hartz IV hinzu als umgekehrt. Das ist zwar kein Idealzustand, aber vom Staat gewollt und allemal besser als Langzeitarbeitslosigkeit.

 

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