Die Krefelder FDP hat Heuer den Preis für bürgerschaftliche Zivilcourage überreicht.

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FDP-Chef Joachim C. Heitmann (r.) überreicht Bernd Heuer den Preis für bürgerschaftliche Zivilcourage.

FDP-Chef Joachim C. Heitmann (r.) überreicht Bernd Heuer den Preis für bürgerschaftliche Zivilcourage.

Dirk Jochmann

FDP-Chef Joachim C. Heitmann (r.) überreicht Bernd Heuer den Preis für bürgerschaftliche Zivilcourage.

Krefeld. Auf dem Dreikönigstreffen der FDP vergaben die Liberalen den „Preis für bürgerschaftliche Zivilcourage“ an Bernd Heuer. In seiner Laudatio beschrieb FDP-Vorsitzender Joachim C. Heitmann den Preisträger als „unabhängigen Bürger, der den Mut hat, seine Überzeugungen, Meinungen, Anstöße und seine Kritik in den öffentlichen Diskurs einzubringen.“

Zivilcourage habe Bernd Heuer als Förderer der Kunstmuseen, Mitglied des Marketing-Beirates, Gründer des Bürgerforums und Mitinitiator von „Mies in Krefeld“ bewiesen.

In seiner Dankesrede gab Bernd Heuer Einblick in die Ursachen für das Ende des 1993 gegründeten Marketing-Beirates. Zusammen mit Karsten Eberstein (ehemaliger Vorsitzender des Beirates) habe man sich aufgrund des „Desinteresses der Politik“ 2012 dazu entschlossen, den Beirat aufzugeben.

Ein Eindruck, den der Marketing-Beirat bei seiner Arbeit gewonnen habe, sei, „dass Verwaltung und Politik zu wenig die Potenziale ihrer Bürger und Bürgerinnen kennen“. Sie wüssten nicht um die „Hidden Champions“ (etwa: heimliche Gewinner) in Krefeld. Er selbst würde sich aber eine stärkere Einbindung dieser „Hidden Champions“ wünschen.

Heuer bedankte sich bei Studenten der Hochschule Niederrhein für die noch laufende Arbeit an der Realisierung eines Bürgerforums im Internet. Mit diesem Portal hätte man die Möglichkeit, „die Nummer Eins in Deutschland zu sein.“

Wichtige Entscheidungen nicht allein der Politik überlassen

Am Ende seiner Rede zog Bernd Heuer ein kritisches Resümee. Bei Politik und Verwaltung bestünden „kaum Visionen für die Zukunft dieser Stadt“. Dies treffe insbesondere auf eine „kontinuierliche Kommunikation mit dem Bürger“ zu. Als Beispiel nannte Heuer den „desorientierenden“ Haushalt der Stadt. Er schlug deshalb vor, eine jährlich stattfindende Bürgerversammlung einzurichten, bei „der die Stadt über Vermögen und Schulden, sowie Einnahmen und Ausgaben“ informiert und die Angaben zur Diskussion stellt.

Heuer kündigte zudem an, dass er sich weiter in Projekten wie dem Bürgerforum, der Stadtentwicklung und der Schaffung einer Stiftung „Zukunft Krefeld“ engagieren will. Letztere soll nach Berliner Vorbild ein „unabhängiges Forum für bürgerschaftliche Mitverantwortung“ schaffen. Dies sei nötig, denn „wichtige Entscheidungen für die Stadt sollen nicht alleine der Politik überlassen werden“.

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