Die Stadt bietet im Internet ab dem 11. November Fundsachen an. Wer gute Nerven hat, kann ein Schnäppchen machen.

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Fahrräder, aber auch Kameras, Handys und andere Fundstücke werden vom Krefelder Fundbüro im Internet versteigert.

Fahrräder, aber auch Kameras, Handys und andere Fundstücke werden vom Krefelder Fundbüro im Internet versteigert.

Lothar Strücken

Fahrräder, aber auch Kameras, Handys und andere Fundstücke werden vom Krefelder Fundbüro im Internet versteigert.

Krefeld. "Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten und... verkauft." So schallt es bei traditionellen Versteigerungen durch den Saal, wenn Käufer ihre Gebote dem Auktionator zurufen. Die Stadt Krefeld hat sich eine Alternative überlegt, um Fundsachen, die länger als sechs Monate beim Fundamt aufbewahrt wurden, an den Mann oder an die Frau zu bringen. Im Internet finden öffentliche Auktionen von Behörden statt.

Auch die Stadt Krefeld bietet in dem Portal ab dem 11. November um 18 Uhr wieder Fundsachen an. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine riesige Fundgrube: Schuhe, Schmuck und Handtaschen für Frauen. Navigationssysteme, Armbanduhren und Kameras für Männer. Alltägliche Dinge wie Regenschirme und Handys. Und wer hätte es anders vermutet, eine riesen Auswahl an Sonnen- und Lesebrillen, denn die hat jeder schon mal liegen lassen.

Eine Vorschau der zu ersteigernden Gegenstände steht schon jetzt zur Verfügung. Bei Interesse kann man sich kostenlos als Käufer auf der Internetseite anmelden und mitbieten. Auch über 100 in Krefeld gefundene Fahrräder werden versteigert. "Preis sinkt garantiert in 34,3 Sekunden", heißt es bei einer Auktion aus der Stadt Trier "Damenrad Prophete-rot, 3 Gang Sachs Nabenschaltung mit Drehgriffschalter (defekt)". Und tatsächlich der Preis sinkt um einen Cent von 31,86 auf 31,85, und das alle vier Minuten.

Es gilt das Prinzip einer Rückwärtsauktion: Auf der Seite wird es "Count Down Auktion" genannt. Der Anbieter gibt für jeden angebotenen Artikel einen Startpreis, einen Mindestverkaufspreis und die Laufzeit der Auktion an. Über die Laufzeit der Auktion fällt der Kaufpreis des Artikels in regelmäßigen Abständen vom Startpreis bis zum Mindestverkaufspreis.

Möchte ein Bieter den Artikel zum aktuellen Kaufpreis erwerben, kann er einfach zuschlagen. Alternativ kann ein Bieter seinen Wunschpreis setzen, wobei bestehende Gebote durch Gebote anderer Bieter überboten werden können. Wenn der fallende Kaufpreis das Höchstgebot erreicht, hat der Höchstbietende den Artikel ersteigert. Nach Zuschlag müssen alle Fundsachen im Fundamt der Stadt Krefeld abgeholt werden.

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