Kampfmittelsuche an der Trasse soll im April abgeschlossen sein.

Krefeld. Bayer hat bekräftigt, dass die CO-Pipeline zwischen den Werken in Dormagen und Uerdingen erst dann in Betrieb genommen wird, wenn alle Auflagen erfüllt seien. Dazu zähle auch die Kampfmittelfreiheit, die derzeit von der Bezirksregierung überprüft wird.

Gleichzeitig betonte Jürgen Hinderer, Chefingenieur von Auftraggeber Bayer Material Science (BMS), dass die langfristige Zukunftsfähigkeit des Standortes Uerdingen sowohl von der Rohstoff- als auch der Energiesicherheit abhänge.

Er verwies auf die im Dezember geschlossene Standortsicherungsvereinbarung, die eine Investitionszusage über 200 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren enthalte. "Wir haben dem Betriebsrat zugesichert, die CO-Pipeline zu realisieren." Wenn sie nicht komme, beeinflusse dies die Investitionsentscheidungen.

"Wir glauben an die Zukunftsfähigkeit des Standortes Uerdingen, sagte Hinderer und verwies auf die hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter, die ausgezeichnete Infrastruktur und die Nähe zu den Kunden.

Unterdessen geht die Kampfmittelsuche im Bereich der Pipeline-Trasse weiter - derzeit vor allem auf Krefelder Gebiet und in Duisburg-Mündelheim. Werner Breuer (BMS) betonte, dass die Bezirksregierung Herrin des Verfahrens sei: "Sie wertet Bilder und Daten aus, legt zu untersuchende Flächen und das Verfahren fest und sie beauftragt die Firmen, die suchen und gegebenenfalls räumen. Wir unterstützen da, wo wir das können."

Die Mehrkosten durch die zusätzlichen Untersuchungen werde Wingas als ausführende Firma übernehmen. Die neuen Untersuchungen seien angestoßen durch Bürgerhinweise und neue Luftaufnahmen. Im Rohrgraben selbst sei bereits beim Bau tiefer gegraben worden als nötig, um eventuelle Funde beseitigen zu können. Wingas, die auf einem Teil der Strecke parallel zur Pipeline eine Erdgasleitung verlegen, rechnen mit dem Ende der Kampfmittelsuche im April.

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