Die Größe der Schalkästen für das neue Glasfaserkabel sorgt auch parteiintern für Differenzen.

Ein Telekom-Stromkasten vor einem Haus in der Luisenstraße.
Ein Telekom-Stromkasten vor einem Haus in der Luisenstraße.

Ein Telekom-Stromkasten vor einem Haus in der Luisenstraße.

Ein Telekom-Stromkasten vor einem Haus in der Luisenstraße.

Krefeld. Wärmedämmung und Fahrstuhl im Theater sind schnell abgehakt. Dann aber diskutiert der Bauausschuss im Rathaus intensiv über eine Frage, bei der die Unterschriften des Vertrages längst getrocknet sind: "Das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom".

Zwar stellt niemand im Sitzungssaal in Frage, dass das neue Glasfaserkabel auch in Krefeld der technologische Anschluss an die Zukunft ist, aber ins Kreuzfeuer der Kritik gerät das "Wie".

Insbesondere die erheblich größer als bisher dimensionierten Schaltkästen ("Multifuntionsgehäuse"/MFG) sind einer Reihe von Ausschussmitgliedern ein Dorn im Auge. Das führte sogar zu parteiinternen Differenzen.

Während sich Günter Wolff (CDU) über ein solches MFG am Stadtpalais empörte und sogar einen Spontanantrag für eine Verlegung desselben durchbrachte, widersprach ihm Parteikollege Hans-Josef Ruhland: "Die Breitbandtechnik ist unabdingbar für die Modernisierung unserer Städte. Das, was die Telekom macht, ist richtig."

Telekom-Vertreter Wilfried Sadlowski berichtete, dass bereits rund die Hälfte der insgesamt 249 Schaltkästen installiert seien. Bis Ende Juni sei mit dem Abschluss der Arbeiten für das Krefelder Glasfasernetz zu rechnen.

Als Einstieg in eine Neugestaltung der Poststraße zwischen Hochstraße und Dionysiusplatz sieht Victor Woytowicz, Architekt und Eigentümer des Stadtpalais, in dem das Standesamt untergebracht ist, die vom Bauausschuss beschlossene Verlegung einer überdimensionalen Verteilerstation vom Stadtpalais "um die Ecke" an eine unauffälligere Stelle. Er hatte sich schon die Finger wundgeschrieben und die Ohren heißtelefoniert, als er am Dienstag den CDU-Sprecher im Bauausschuss, Günter Wolff, erreichte. Der setzte den Wunsch prompt in der Sitzung in einen Beschluss um. Woytowicz muss sich an den Kosten beteiligen: "Das ist es mir wert, Hauptsache, es tut sich was."

Trotzdem brachte Wilfried Lattrich für den Krefelder Kreis/Die Unabhängigen die Idee ins Spiel, die Bezirksvertretungen zur Bestimmung die Standorte der MFG einzubeziehen. Dem schloss sich niemand an.

Ohne Debatte hingegen passierte der neue Fahrstuhl im Stadttheater das Gremium. Monika Risse-Richter vom städtischen Gebäudeservice versicherte, dass die schmutzigen Arbeiten dafür bis Ende April abgeschlossen seien und der Fahrstuhl mit Beginn der neuen Spielzeit zur Verfügung stünde. Die Frage der Grünen Ratsfrau Heidi Matthias nach Mängeln in der Wärmedämmung des Theaters beantwortete Bau-Dezernent Thomas Visser mit dem Angebot eines schriftlichen Berichtes, verbunden mit einem Ortstermin.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer