Kriminelle manipulieren Geldautomaten und kommen so an die Kundendaten: Durch Skimming ist 2010 eine sechsstellige Summe erbeutet worden.

Polizei
Auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist die Kamera, die Betrüger über dem Monitor eines Geldautomaten angebracht haben (Bild unten links). Erst beim Abmontieren (oben) zeigt sich die Spionagevorrichtung. Ein winziges Loch (rechts unten) reicht, um das Eintippen der Geheimzahlen aufzuzeichnen.

Auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist die Kamera, die Betrüger über dem Monitor eines Geldautomaten angebracht haben (Bild unten links). Erst beim Abmontieren (oben) zeigt sich die Spionagevorrichtung. Ein winziges Loch (rechts unten) reicht, um das Eintippen der Geheimzahlen aufzuzeichnen.

Auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist die Kamera, die Betrüger über dem Monitor eines Geldautomaten angebracht haben (Bild unten links). Erst beim Abmontieren (oben) zeigt sich die Spionagevorrichtung. Ein winziges Loch (rechts unten) reicht, um das Eintippen der Geheimzahlen aufzuzeichnen.

Auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist die Kamera, die Betrüger über dem Monitor eines Geldautomaten angebracht haben (Bild unten links). Erst beim Abmontieren (oben) zeigt sich die Spionagevorrichtung. Ein winziges Loch (rechts unten) reicht, um das Eintippen der Geheimzahlen aufzuzeichnen.

Polizei, Bild 1 von 3

Auf den ersten Blick kaum zu erkennen ist die Kamera, die Betrüger über dem Monitor eines Geldautomaten angebracht haben (Bild unten links). Erst beim Abmontieren (oben) zeigt sich die Spionagevorrichtung. Ein winziges Loch (rechts unten) reicht, um das Eintippen der Geheimzahlen aufzuzeichnen.

Krefeld. Der Blick auf den Kontoauszug ist für hunderte Krefelder im vergangenen Jahr mit einem Riesenschreck verbunden gewesen: Unbekannte Kriminelle hatten am Geldautomaten Kartendaten und Geheimnummer ausgespäht und dann das Konto geplündert. Der Krefelder Polizei sind mittlerweile 300 Fälle allein aus 2010 bekannt. Der Schaden erreicht eine sechsstellige Summe. „Insgesamt sind 15 Geldautomaten manipuliert gewesen“, sagt Polizeisprecher Dietmar Greger. Die Ermittler sprechen in solchen Fällen von „Skimming“, der englischen Bezeichnung des kriminellen Auslesens von Daten.

Die Zahl der Fälle hat in den vergangenen Jahren landesweit zugenommen. Insbesondere Tätergruppen aus dem südosteuropäischen Raum installieren dabei eine Kamera und ein Kartenlesegerät am Geldautomaten – so geschickt und der Bauart des Geräts angepasst, dass sie selbst bei genauerem Hinsehen kaum zu erkennen sind.

Das böse Erwachen kommt einige Tage später

Der Kartenleser ist nach Angaben des Landeskriminalamtes so dem jeweiligen Modell angepasst, dass nicht nur die Optik stimmt, sondern die eingeschobene EC-Karte erst durch das Lesegerät der Kriminellen wandert und dann in den originalen Kartenleser weitertransportiert wird. Der Kunde wird also gar nicht erst misstrauisch.

Das böse Erwachen kommt einige Tage später. Die Kartendaten werden von den Attrappen auf dem Automaten nach Angaben Gregers meist per Funk an die Täter weitergegeben, die sich ganz in der Nähe aufhalten. Sie haben dann nicht nur die Kontodaten, sondern auch die abgefilmte Eingabe der Geheimzahl – manchmal ist statt einer Kamera auch eine Tastatur über die Originaltasten geklebt – und fertigen daraus Kartenkopien. Mit denen bedienen sie sich nun im Ausland an Geldautomaten. Eine Geldabhebung in Deutschland ist aufgrund einer Prüfung durch die Automaten nicht möglich, so das Landeskriminalamt. In anderen Fällen werden auch Geldbeträge auf ausländische Konten gebucht, die die Täter dann flugs leerräumen.

Aus konspirativer Wohnung in der Region unterwegs

Auch wenn die Polizei in den vergangenen Wochen verstärkt mit Bildern aus Überwachungskameras nach den Tätern suchte – meist sind sie einen Tag in der einen und am anderen schon in der nächsten Stadt, und keiner erkennt sie wieder. „Es kommt vor, dass sich mehrere Täter gemeinsam eine konspirative Wohnung mieten. Die einen begehen Einbrüche, die anderen manipulieren Geldautomaten. Heute sind sie in Krefeld, morgen in Düsseldorf und nächste Woche schon wieder in ihrer Heimat“, so Dietmar Greger.

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