Die Philadelphiastraße soll grundlegend saniert werden und künftig Bäume und Parkplätze bieten. Der Plan ist fast 30 Jahre alt.

Die Philadelphiastraße soll grundlegend saniert werden und künftig Bäume und Parkplätze bieten. Der Plan ist fast 30 Jahre alt.
So sahen die Gestaltungspläne im ersten „Rahmenplan Innenstadt“ im Jahr 1991 für die Sanierung der Philadelphiastraße aus. Seither sind 27 Jahre vergangen. Nun soll eine ähnliche Variante umgesetzt werden. Repro: A. Gayk

So sahen die Gestaltungspläne im ersten „Rahmenplan Innenstadt“ im Jahr 1991 für die Sanierung der Philadelphiastraße aus. Seither sind 27 Jahre vergangen. Nun soll eine ähnliche Variante umgesetzt werden. Repro: A. Gayk

So sahen die Gestaltungspläne im ersten „Rahmenplan Innenstadt“ im Jahr 1991 für die Sanierung der Philadelphiastraße aus. Seither sind 27 Jahre vergangen. Nun soll eine ähnliche Variante umgesetzt werden. Repro: A. Gayk

Die Philadelphiastraße soll von Krefelds hässlichster zu Krefelds schönster Innenstadtstraße werden. Seit bald 30 Jahren diskutieren Stadtplaner und Politiker über die grundlegende Sanierung des Abschnitts zwischen Schwertstraße bis Bleichpfad. In der zweiten Hälfte des Jahres 2019 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Frühestens. „Es fehlt noch eine Einschätzung zum Zustand des Kanals. Der ist gegebenenfalls mit zu erneuern“, sagt Stadtsprecher Manuel Kölker. Dieser Aspekt ebenso wie die Festsetzung der Kosten sollen im Bauausschuss im kommenden November besprochen werden.

Arbeiten am Ostwall-Glasdach sollen nicht den Ausbau verzögern

Bislang hatte die Bauverwaltung immer davon gesprochen, dass mit den Bauarbeiten auf der Philadelphiastraße begonnen werden kann, wenn die Haltestelle Ostwall komplett fertiggestellt ist. „Das ist zeitlich nicht gekoppelt“, sagt Kölker auf Nachfrage. Obwohl die Philadelphiastraße für Bahnen als Ausweichstrecke dient, wenn der Ostwall aus verschiedenen Gründen gesperrt ist. Derzeit wird das Glasdach repariert. Die herbeigesehnte Fertigstellung verschiebt sich wegen neuer kaputter Scheiben jedoch nun um fünf Monate (wie berichtet).

Die Philadelphiastraße soll grundlegend saniert werden und künftig Bäume und Parkplätze bieten. Der Plan ist fast 30 Jahre alt.
Foto: Lothar Strücken

So sieht die Philadelphiastraße derzeit bei einem Blick aus dem City-Hotel aus.

Die Vertreter der Bezirksvertretung Mitte ebenso wie die betroffenen Bürgervereine brauchen Geduld. Schon seit Anfang der 90er-Jahre wird über eine grundlegende Sanierung dieser stark befahrenen Einfallstraße Krefelds nachgedacht. Im ersten „Rahmenplan Innenstadt“ ist bereits eine mögliche neue Ansicht der Philadelphiastraße zu sehen (siehe Foto rechts). Mit jeweils einer Fahrspur pro Richtung, einem beidseitigen Radfahrweg und daran angrenzend einem Grün- und Fußgängerstreifen. Die Gleise für die Straßenbahn sind weiterhin in der Straße verlegt. Trotz Plan, passiert ist seither nichts.

Im Jahr 2015 hat es einen neuen Vorstoß gegeben, Krefelds lauteteste und hässlichste Straße anzupacken. Auch über die Sanierung der Gladbacher Straße war zuvor jahrzehntelang diskutiert worden. 2005 wurde sie endlich fertiggestellt; auch die Neusser Straße zwischen Südwall und Hansa-Centrum ist inzwischen modernisiert.

Die für die Philadelphiastraße beschlossene Variante sieht eine 6,50 Meter breite Fahrbahn für jeweils eine Fahrspur pro Richtung, einen beidseitigen 1,50 Meter breiten Schutzstreifen für Radfahrer und einen daran angrenzenden zweiMeter breiten Park- und Grünstreifen vor. Der Rest wird für die Anlage von cirka 2,40 bis 2,70 Meter breiten Gehwegen verwendet. In den Kreuzungsbereichen wird der Parkstreifen aufgegeben und die entstehende Breite für die Anlage von Linksabbiegespuren genutzt. Für Fußgänger sind ampelgesteuerte Überquerungen an allen Kreuzungen möglich. Gleise werden auch künftig auf der Philadelphiastraße verlegt sein – als Ausweichstrecke.

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