Die Krefelder Bahnhofsmission stellt ihre Arbeit vor.

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„Leben ist eine Kunst“ hieß es am Samstag im Bahnhof.

„Leben ist eine Kunst“ hieß es am Samstag im Bahnhof.

Andreas Bischof

„Leben ist eine Kunst“ hieß es am Samstag im Bahnhof.

Krefeld. Nicht nur für Reisende, auch für Menschen in Not hat Irene Gierke ein offenes Ohr. Die Ehrenamtskoordinatorin der Bahnhofsmission und ihre 20 ehrenamtlichen Helfer sind voll ausgelastet. Auf ihr Engagement weist der jährliche "Tag der Bahnhofsmission" hin, der die Einrichtung bekannter machen soll.

Am Samstag lud die Krefelder Mission ein - zu Gottesdienst, Malaktion für Kinder, Musik, Kaffee und Kuchen sowie einer Ausstellung zum Thema "Irrational Sein" - eine Sicht auf Demenz.

Durchschnittlich 600-mal wird die Mission monatlich kontaktiert, Tendenz steigend. Im vorigen Jahr registrierte man 6000 Anrufe oder Besuche, obwohl die Räume auf Gleis 1 gar nicht so leicht zu finden sind.

Das Motto des diesjährigen Missionstages: "Leben ist eine Kunst". Laut Gierke geht es darum, "künstlerisches und soziales Engagement zusammen zu bringen".

Im ehemaligen Bahnhofskiosk, jetzt zum "Kulturpunkt" umfunktioniert, unternimmt die Malerin Jutta Höfs den Versuch, die Welt demenzkranker Menschen sichtbar zu machen.

Sie zeigt neben großflächigen Bildern auch Fragmente, in denen der Verlust der Außenwelt und die eigene Innenwelt zu fantasievollen Träumen zusammenfließt.

Kinder malen ihre Träume vom Bahnhof - sie sind wohl unerfüllbar

Vom "Tag der Bahnhofsmission" erhofft sich Irene Gierke Unterstützung jeglicher Art. Man ist auf Spenden angewiesen. Noch wichtiger ist die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement, damit Öffnungszeiten verlängert werden könnten.

Als Voraussetzung für die Arbeit nennt sie unter anderem körperliche Fitness, Teamfähigkeit und Freude an der Begegnung mit Menschen.

Während auf Gleis 1 die Musik spielt, greifen in der Bahnhofshalle Kinder zu den Farben und malen ihr schönstes Bild vom Bahnhof. Diese Träume wahr werden zu lassen, dürfte der Deutschen Bahn kaum gelingen.

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