Straßen.NRW will den Kreuzungsbereich auf der Bundesstraße von Mündelheim nach Uerdingen Mitte des Jahres umbauen.

Straßen.NRW will den Kreuzungsbereich auf der Bundesstraße von Mündelheim nach Uerdingen Mitte des Jahres umbauen.
Carlheinz Swaczyna steht an der stauverursachenden Kreuzung auf der B 288 in Duisburg-Mündelheim in Fahrtrichtung Uerdingen.

Carlheinz Swaczyna steht an der stauverursachenden Kreuzung auf der B 288 in Duisburg-Mündelheim in Fahrtrichtung Uerdingen.

abi

Carlheinz Swaczyna steht an der stauverursachenden Kreuzung auf der B 288 in Duisburg-Mündelheim in Fahrtrichtung Uerdingen.

Krefeld/Duisburg. Wer die Kreuzung zwischen der B 288 und der L 59 Uerdinger Straße in Duisburg-Mündelheim in Richtung Rheinbrücke passiert, wird nachmittags häufig ausgebremst. Der Grund: Rückstau. Schuld ist das hohe Verkehrsaufkommen, verursacht von Pendlern, die zurück nach Krefeld möchten. Die gute Nachricht: Mit einer für Mitte 2017 angesetzten Baumaßnahme soll der Verkehrsfluss an diesem Nadelöhr jetzt optimiert werden.

Die zweispurige B 288 teilt sich vor der Kreuzung zunächst in eine reine Rechtsabbiegerspur sowie eine Spur für den Geradeausverkehr auf. Kurz vor der Kreuzung kommt dann eine dritte Spur dazu, die nur für Linksabbieger ist. Somit bleibt Autofahrern nur eine Spur, um geradeaus weiter zu fahren.

Hinzu kommt, dass keine entsprechende Beschilderung den Spurwechsel für den Geradeausverkehr ankündigt und sich deshalb viele vermeintliche Rechtsabbieger vor der Kreuzung wieder in den Geradeausverkehr einordnen. „Am unverschämtesten sind die Krefelder, die diese Stelle kennen und sich trotzdem erst später einfädeln“, findet Carlheinz Swaczyna. Der Krefelder hat ein Auge für Schwachstellen in der Infrastruktur und scheut sich nicht, diese bei den zuständigen Behörden anzusprechen. Er beschwert sich aber nicht bloß, sondern liefert konkrete Lösungsvorschläge.

Umbau der Kreuzung während Kanal-Sanierungsarbeiten

Wie im Fall der B 288. In einem ausführlichen Schreiben hatte sich Swaczyna zunächst an die Stadt Duisburg gewendet. Die ist aber nicht zuständig und hat Swaczynas Erläuterungen an Straßen.NRW weitergeleitet, die seine Anregungen direkt übernommen haben. Konkret beschreibt Swaczyna folgende Lösung: Die reine Rechtsabbiegerspur soll zu einer zweiten Geradeausspur umgewandelt werden. Diese zusätzliche Spur treffe dann auf die Einfädelungsspur, die von der Total Tankstelle abgeht, die auf Höhe der Kreuzung liegt. „Bis zur nächsten Ampel könnte man sich dann problemlos wieder einfädeln“, erklärt Swaczyna. Laut Straßen.NRW wird der Umbau der Kreuzung im Rahmen einer Kanalsanierungsmaßnahme erfolgen. Es seien noch weitere Optimierungsmaßnahmen geplant.

So möchte Straßen.NRW eine zusätzliche Auffahrtsspur für die Tankstelle einrichten. Denn bisher ist es nicht möglich, von der B 288 direkt auf die Tankstelle zu fahren. „Ich freue mich sehr, dass meine Anregung ernst genommen wurde und auch umgesetzt wird“, sagt Swaczyna, der sich aktiv auch in Krefelder Planungsausschüssen einbringt. Ihm sei bewusst, dass sein Engagement bei den Behörden nicht immer gut ankomme. Doch er betont: „Ich betreibe konstruktive Kritik, das ist kein Meckern.“

Wenig Geld und Aufwand, große Verbesserung

Nach Swaczynas Erfahrung könne man oft mit nur wenig Geld und Aufwand eine deutliche Verbesserung erreichen.

Zum Beispiel durch das Verlängern einer Fahrbahnmarkierung. Anstatt sich zu beschweren, präsentiere er Lösungsvorschläge. Er ist sich sicher: Im Fall der B 288, profitierten viele Autofahrer davon.

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