Zeuge kann einen Angeklagten nicht klar identifizieren.

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Krefeld. Auch am vierten Tag der Neuauflage des Prozesses um den Diebstahl hochwertiger Gebrauchtwagen tritt das Schöffengericht nahezu auf der Stelle. Mehr als zwei Jahre nach den Taten sind Zeugen nur schwer aufzutreiben. Sind sie da, hat ihr Erinnerungsvermögen stark gelitten. So konnte am Freitag eine Polizistin ihre damalige Aufzeichnung nur vage bestätigen.

Verhandelt werden drei Autodiebstähle von Gebrauchtfahrzeugen im Wert zwischen 20.000 und 35.000 Euro bei Händlern in Krefeld und Essen. Daran sollen der 35-jährige Inhaftierte und der 36-jährige Angeklagte teils gemeinsam, teils in wechselnder Besetzung mit unbekannten Mittätern, beteiligt gewesen sein. Jedes Mal wurden bei einer vorgetäuschten Fahrzeugbesichtigung die Originalschlüssel gegen falsche Schlüssel ausgetauscht und die Autos wenig später gestohlen.

Krefelder Autohändler schöpfte Verdacht

Diese Vorgehensweise bestätigte der Autohändler eines Krefelder Betriebes. Dort hatten sich zwei Männer – laut Anklage der 36-Jährige und ein Mittäter – einen Pkw angeschaut. Nach Rückgabe der Schlüssel schöpfte man Verdacht und stellte fest, dass einer von zwei Schlüsseln nicht zum Auto passte.

Der Händler hatte während der Fahrzeugbesichtigung in seinem Büro per Kameraüberwachung einen Mann auf der anderen Straßenseite beobachtet, der offenbar „Schmiere“ stand. Dies soll laut Staatsanwalt der 35-jährige Angeklagte gewesen sein. Diesen wollte der Autohändler zwar gesehen haben, mochte ihn aber dennoch nicht eindeutig identifizieren. Die Aufnahmen der Überwachungskamera wären hilfreich gewesen, sind aber nicht gespeichert worden.

Weil die Verteidiger auf der Anhörung eines weiteren Zeugen bestehen, setzte die Richterin dessen Befragung auf den 14. Oktober fest. Mit offenem Verhandlungsende, aber in der Hoffnung auf ein Urteil.

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