SPD-Bundestagsabgeordneter Ehrmann empfiehlt, in Berlin die Ernsthaftigkeit der Forderungen deutlich zu machen.

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Der Verkehr auf der Autobahn 57 sorgt für jede Menge Lärm. Bei einem Ausbau fordert Krefeld daher die Tunnel-Trog-Lösung. (Archiv

Der Verkehr auf der Autobahn 57 sorgt für jede Menge Lärm. Bei einem Ausbau fordert Krefeld daher die Tunnel-Trog-Lösung. (Archiv

DJ

Der Verkehr auf der Autobahn 57 sorgt für jede Menge Lärm. Bei einem Ausbau fordert Krefeld daher die Tunnel-Trog-Lösung. (Archiv

Krefeld. Wie bei einem Ausbau der Autobahn 57 in der Tunnel-Trog-Variante die betroffenen Bereiche gestaltet werden können, darüber sollten sich die Stadtplaner schon jetzt Gedanken machen, empfiehlt der SPD-Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann der Krefelder Kommunalpolitik. Damit stützt er die Überlegungen der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein. Das zeige auch den Planungsbehörden in Berlin, wie ernsthaft Krefeld die Tunnellösung fordere.

Ehrmann berichtete bei einer Bürgerversammlung der SPD Bockum im Haus Mormels, dass in der Abstimmung zwischen Bund und Land zurzeit sieben Varianten für den sechsspurigen Ausbau der A 57 untersucht werden. Zur Jahreswende werde ein Vorschlag auf dem Tisch liegen, der im Frühjahr in die Diskussion komme. Die Tunnellösung sei zurzeit einmütige Forderung aller Krefelder Stellen: "Wir dürfen da nicht wackeln, keine Spielräume aufkommen lassen", meinte der Abgeordnete.
 
Allerdings müsse man sich auch darauf einstellen, dass der Bund den Ausbau auf der derzeitigen Höhe mit "Flüsterasphalt" und verstärktem Lärmschutz schon aus Kostengründen vorschlage. Dabei könne auch die taktische Variante eine Rolle spielen, dass der Bund von der Stadt eine finanzielle Beteiligung fordert.

Der Abgeordnete, der in Berlin vor allem innen- sowie kultur- und medienpolitisch tätig ist, gab den anwesenden Bürgern zu verstehen, dass nach seiner Überzeugung die Tunnel-Trog-Variante eine "zwingende Lösung" ist. Das habe er persönlich auch Bundesverkehrsminister Tiefensee gesagt.

Auch wenn der Ausbau im Bereich Krefeld im Bundesverkehrswegeplan seit zwei Jahren im "vorrangigen Bedarf" eingestuft sei, könne mit einem Baubeginn erst nach 2013 gerechnet werden. Planungsverfahren oder gar Einsprüche könnten den Start noch weiter in die Zukunft schieben. An der Notwendigkeit des Ausbaus gebe es aber keinen Zweifel, meinte Ehrmann: "Der Verkehr muss fließen, zum Nutzen aller."

"Teuer kann am Ende preiswert sein", meinte ein Bürger bei der Diskussion im mäßig besetzten Saal, an der auch Vertreter der Schutzgemeinsaft ihre Vorstellungen von einem durchgehen Tunnel von Oppum bis Elfrath erneut vortrugen und andere eine "Deckelung" von Lärmschutzwänden mit Tempo-80-Beschränkung für richtig hielten. Zum Schutz der A-57-Anwohner könnten auch vor dem Ausbau-Start Verbesserungen wie Geschwindigkeitsbeschränkungen und weiterer Lärmschutz erfolgen.

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