Die SPD kritisiert „Chaostage bei der CDU“.

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Soll Chaos verursacht haben: Wilfrid Fabel. (Archivfoto)

Soll Chaos verursacht haben: Wilfrid Fabel. (Archivfoto)

Soll Chaos verursacht haben: Wilfrid Fabel. (Archivfoto)

Krefeld. Nach dem exklusiven Bericht der WZ über Wilfrid Fabels Äußerungen zum Lärmschutz an der Autobahn 57 schlagen die Wellen hoch. Die FDP spricht von "Richtungswechsel", die SPD von "Chaostagen bei der CDU" und die Krefelder Bürgerpolitik mutmaßt, dass die "CDU rechtzeitig vor der Kommunalwahl nochmal die Kurve bekommen will".

CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfrid Fabel hatte sich in der Reaktion auf einen von ihm erbetenen Sachstandsbericht von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee zum Ausbau der A 57 zur vom Krefelder Rat geforderten Tunnel-Trog-Lösung bekannt und betont, dass die CDU darauf beharre.

SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Hahnen kritisiert, dass das "Meinungschaos bei der CDU" die Position der Stadt Krefeld gewaltig schwäche. Nach dem einstimmigen Ratsbeschluss für die Tunnel-Trog-Lösung habe Fabel selbst die Möglichkeit einer "zweitbesten Lösung" zwischen Oppum und Geismühle mit einfachen Lärmschutzwänden ins Spiel gebracht. Diese Position habe Oberbürgermeister Gregor Kathstede gerade in der "Klartext"-Diskussion von WZ und Welle Niederrhein bestätigt.

SPD: "Alle haben gleichermaßen ein Recht auf saubere Luft"

Die SPD werde weiter die Tunnel-Trog-Lösung für das gesamte Stadtgebiet nach vorne treiben. Sie unterscheide nicht zwischen Menschen die in Oppum wohnen einerseits und denen, die in Bockum oder Gartenstadt leben andererseits: "Alle haben gleichermaßen ein Recht auf saubere Luft."

Andreas Drabben fordert für die Krefelder Bürgerpolitik, dass der fraktionsübergreifende Konsens zur geforderten Tunnelvariante auch nach der Kommunalwahl beibehalten wird. Er erinnert an den Beschluss des Planungsausschusses im Mai, bei dem alle außer ihm der Glaskuppel für die A 57 zugestimmt hätten, so dass man sich in Bund und Land schon über Krefeld lustig mache und auf die nächsten Ideen warte. Er sieht die Gefahr, dass sich die CDU nach der Wahl zu einem "neuerlichen Sinneswandel hinreißen lässt ".

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