Ablehnung ist eine Ohrfeige für die Verwaltung. Politiker kritisieren Alleingang. Eine Sonderkonferenz soll helfen, Projekt zu retten.

Krefeld. Auf einhellige Ablehnung stieß die über vierseitige Vorlage der Verwaltung, mit der die Einführung eines kommunalen Integrationszentrums (KIZ) zusätzlich zum bestehenden Integrationsbüro (IB) beschlossen werden sollte. Von der CDU über die FDP, die Grünen, die UWG und die anwesenden Vertreter der Migrantenorganisationen wurde die Vorlage im Integrationsausschuss abgelehnt. Größten Unmut löste die Tatsache aus, dass die Vorlage in rund elfmonatiger Vorbereitung völlig über die Köpfe der betroffenen Gremien und Verbänden hinweg erstellt wurde.

Um das Projekt zu retten, mit der anderthalb vom Land finanzierte zusätzlich Stellen verbunden sind, schlugen Ausschussvorsitzender Christoph Bönders (Grüne) und Mehmet Demir von der Union türkischer und islamischer Vereine die schnelle Einberufung einer Sonderkonferenz mit Vertretern aller Beteiligten vor, die sich nur mit diesem einen Punkt beschäftigen soll. Spätestens in seiner Sitzung am 4. Juli muss der Rat einen entsprechenden Antrag an die Landesregierung stellen. SPD-Sprecher Frank Meyer kritisierte die Abwesenheit des Oberbürgermeisters, des Personal- und Schuldezernentens. et

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