Das Geflecht hängt seit zwei Jahren in den Bäumen. Die Entfernung gestaltet sich schwierig.

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Nur ein Teil des Netzes konnte gestern im Forstwald geborgen werden.

Nur ein Teil des Netzes konnte gestern im Forstwald geborgen werden.

Dirk Jochmann

Nur ein Teil des Netzes konnte gestern im Forstwald geborgen werden.

Krefeld. Vor rund zwei Jahren hat ein heftiger Sturm ein in der Landwirtschaft genutztes Abdecknetz in die Baumwipfeln des Forstwaldes geweht. Aufmerksamen Spaziergängern war das aufgefallen und sie befürchteten eine Gefahr für die Vogelwelt.

„Es ist gut, wenn die Krefelder mit offenen Augen durch die Wälder gehen“, sagt Forstwirtschaftsmeister Reinhard Possberg. „Schließlich können wir nicht immer überall sein und sind dankbar für solche Hinweise.“ Im Sommer sei das Netz durch die vielen Blätter nicht aufgefallen, aber jetzt im Winter wurde es sichtbar und man habe sich in der Forstverwaltung Gedanken gemacht, wie man es entfernen könne.

Das Netz hat sich gleich auf mehrere Bäume verteilt

„Das sind Arbeiten in rund 30 Metern Höhe“, erklärt Possberg und bemerkt, dass das auch für erfahrene Waldarbeiter, die auf Bäume steigen, nicht einfach sei. In den vergangenen zwei Jahren hatte sich das Netz zudem getrennt und sich auf rund zehn Bäume verteilt. Bisher habe es keine Vögel gegeben, die sich in dem Netz verfangen hätten. Die Forstverwaltung, so der Stadtmitarbeiter, wolle auch jetzt kein Risiko eingehen. „Deswegen hatten wir einen Raupensteiger angefordert, der ferngesteuert werden kann. Der Korb fährt bis zu 36 Meter hoch. Aber nach ein paar Minuten war klar, dass uns das Gerät nicht hilft“, sagt Possberg.

Zu sperrig war das Gerät und zu weich der Waldboden. Ein großes Stückchen Netz konnte durch das Fällen eines Baumes entfernt werden. „Aber wir können nicht alle betroffenen Bäume fällen“, erklärt der Forstmeister. Dies sei nicht verhältnismäßig.

Und so versucht er in den kommenden Tagen zusammen mit Waldarbeitern der Stadt einen anderen Weg zu finden. Da Possberg und Kollegen vorsichtig vorgehen wollen und alle Eingriffe in den Wald geplant und abgestimmt werden, kann sich das Entfernen der Netze noch etwas hinziehen.

Eine direkte Gefahr für die Vögel bestehe jedoch nicht, so Possberg. Eulen bewegten sich weiter darunter und die kleineren Vögel in den Bereichen oberhalb der Netze.

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