Vor einem Jahr blickte Ingrid Pagel für die Krefelder WZ in die Sterne. Wir blicken zurück auf 2017, aber auch noch mal etwas nach vorn.

Vor einem Jahr blickte Ingrid Pagel für die Krefelder WZ in die Sterne. Wir blicken zurück auf 2017, aber auch noch mal etwas nach vorn.
Ingrid Pagel hatte vor zwölf Monaten für die WZ in die Sterne geschaut und Prognosen fürs Jahr 2017 abgegeben.

Ingrid Pagel hatte vor zwölf Monaten für die WZ in die Sterne geschaut und Prognosen fürs Jahr 2017 abgegeben.

Dirk Jochmann

Ingrid Pagel hatte vor zwölf Monaten für die WZ in die Sterne geschaut und Prognosen fürs Jahr 2017 abgegeben.

Krefeld. Es gibt diese Menschen, die direkt nach dem Bezahlen an der Supermarktkasse auch schon prompt ihren Kassenbon kontrollieren. Das ist sehr löblich. Auch mit der Steuererklärung warten die meisten nicht allzulang, aber dafür gibt es ja für viele auch die Geld-zurück-Garantie. Aber wer kontrolliert schon, ob sein Horoskop gestimmt hat? Und erst recht nach einem Jahr?

Die Westdeutsche Zeitung Krefeld will es auf keinen Fall versäumen, auf ein besonderes Horoskop für 2017 zu schauen. Vor einem Jahr erstellte es die Krefelder Astrologin Ingrid Pagel für die Silvesterausgabe der Krefelder WZ. Pagel sah sich die kommenden Sternenkonstellationen an, aus denen sie Auswirkungen auf das menschliche und das weltliche Schicksal abliest.

Kritische Zeit der Bundestagswahl war Thema

„Kritische Zeitpunkte“ hatte die Sterndeuterin für März und April sowie Juli, August und September prophezeit – „auch mit Blick auf die Bundestagswahl“. Das ist nicht besonders konkret. Aber verbuchen wir darunter mal die AfD-Wahlergebnisse, das Wahldebakel des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, die verhandelnde und dann doch absagende FDP – die, nach Monaten der Verhandlungen, anhaltende Suche nach einer Bundesregierung.

Die damals konkreteste Aussage der Krefelderin war: „Ich würde Angela Merkel davon abraten, noch mal zu kandidieren.“ Aus astrologischer Sicht befinde sich die Bundeskanzlerin in einer mehrjährigen Umbauphase, wie sie nur einige Male im Leben vorkommt. „Bei Angela Merkel steht viel auf Neuanfang, ich glaube nicht, dass sie noch eine komplette Amtszeit macht.“

Merkel sitzt weiterhin im Bundeskanzleramt. Den Rest muss dann die Zukunft zeigen. Und für die hat Pagel auch schon eine Einschätzung parat, während sie in ihrem Büro, das gleichzeitig ihr Wohnzimmer ist, an einem Schreibtisch voller Diagramme und handschriftlicher Notizen sitzt.

Sie blickt auf das gerade frisch angefangene Jahr 2018 deutlich optimistischer als vor zwölf Monaten auf das beginnende Jahr 2017: „Die Krisenjahre neigen sich nun dem Ende zu, 2018 hat das Potenzial deutlich ruhiger zu werden.“ Kritisch wird laut Pagel dann wieder 2020: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir da den nächsten Finanzcrash kriegen. Freunden rate ich, ihre Aktien bis dahin abzustoßen.“

Die Klientel ist zu 99 Prozent weiblich

Zwei Stunden bei Pagel vergehen wie im Flug. „Es steckt viel Psychologie in der Astrologie“, lässt sie sich noch etwas in die Karten gucken. Ein Beratungsgespräch solle zu Selbsterkenntnissen und einem höheren Einverständnis mit Veränderungsprozessen führen. Menschen würden sie vor allem in Krisenzeiten zurate ziehen. Pagel weiß: „Jeder Mensch durchläuft Krisen, aber die daraus resultierenden Veränderungen müssen nicht schlecht sein. Es geht im Leben nicht nur darum, sich Stress zu ersparen.“ Zu 99 Prozent seien ihre Klienten weiblich. „Ich glaube, Frauen beschäftigen sich einfach öfter mit ihrer eigenen Gefühlswelt.“

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