Der Beirat spricht sich für ein textiles Dach aus.

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Das Textildach fügt sich für den Gestaltungsbeirat besser ein als Glas.

Das Textildach fügt sich für den Gestaltungsbeirat besser ein als Glas.

Das Textildach fügt sich für den Gestaltungsbeirat besser ein als Glas.

Krefeld. Glas oder Textil? Für den Vorsitzenden des Gestaltungsbeirates ist nicht das Material für die geplante Überdachung des Haltestellenbereichs Rheinstraße am Ostwall die entscheidende Frage, sondern die Form und die Idee. "Die Frage für uns lautet: Wie steht die Überdachung auf dem Ostwall, wie passt sie sich ein?", sagt Oliver Schröter. Der Krefelder Architekt hat bei dieser Überlegung den gesamten Straßenraum mit im Blick.

Bedingung: "Das Dach muss sich in den Straßenraum gut einfügen"

Zwei Mitglieder des Gestaltungsbeirats hatten sich in ihrer Sitzung am Mittwoch eindeutig für das Textildach, einer dagegen ausgesprochen und der Vierte könnte sich beide Varianten vorstellen. Ein eindeutiges Votum ist nicht zustande gekommen.

Schröter selbst findet die textile Lösung besser: "Der Straßenraum des Ostwalls ist geprägt durch die Allee und die historische Parkanlage. Bei solch einer Vorgabe muss sich das Dach gut einfügen. Die Glasvariante hingegen sieht aus wie die Überdachung eines Bahnsteigs."

Für das Textildach spreche auch, dass das Material den Bogen zur Geschichte Krefelds als Samt- und Seidenstadt spanne. Diese wirtschaftliche Ausrichtung habe Krefeld nicht nur die herrschaftlichen Parkanlagen, sondern auch das historische Rathaus und die Industrie- und Privathäuser von Mies von der Rohe unter anderem geschenkt.

Der Gestaltungsbeirat setzt sich derzeit aus vier stimmberechtigten Mitgliedern zusammen, die anerkannte Fachleute aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Garten- und Landschaftsarchitektur" sind.

"Auch wenn das Architekturbüro Schmitz gute Arbeit vorgelegt hat, hätten wir uns die Ausschreibung eines Wettbewerbs gewünscht", sagt Schröter. Dann läge jetzt vielleicht ein Vorschlag vor, von dem alle hätten sagen können, das ist es. So hat jetzt die Politik das letzte Wort. Im Planungsausschuss am nächsten Mittwoch soll die Entscheidung fallen.

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