Ein Projekt der Arge brachte Günter Reiß wieder in eine feste Anstellung zurück.

Firmeninhaber Josef Palmen (l.) mit Günter Reiß, den er nach seinem Praktikum fest übernommen hat.
Firmeninhaber Josef Palmen (l.) mit Günter Reiß, den er nach seinem Praktikum fest übernommen hat.

Firmeninhaber Josef Palmen (l.) mit Günter Reiß, den er nach seinem Praktikum fest übernommen hat.

Bischof

Firmeninhaber Josef Palmen (l.) mit Günter Reiß, den er nach seinem Praktikum fest übernommen hat.

Krefeld. Als Günter Reiß nach 15 Jahren seine Stelle als Obermonteur verlor, war er 47Jahre alt. Jetzt ist er 55 und hat wieder einen festen Arbeitsplatz, im Metallbaubetrieb Josef Palmen an der Breuershofstraße in Fischeln.

Dahin gebracht haben ihn sein fester Wille, wieder in den "ersten Arbeitsmarkt" zu kommen, eine längere Zeit im "Zusatzjob" neben dem Hartz-IV-Bezug im Krefelder Zoo und das seit 2007 durchgeführte Projekt mit dem recht komplizierten Namen "Arbeitsgelegenheiten mit Entgeltvariante".

Kathrin Blumenhagen, Leiterin der Kommunalen Zentralstelle für Beschäftigungsförderung, ist zufrieden. Das Projekt hat im ersten Jahr 70 Prozent der gut 50 Teilnehmer in einen regulären Job gebracht, in der zweiten Phase konnten von 40 Absolventen 21 vermittelt werden, zehn Praktikanten werden ins dritte Projektjahr übernommen. 30 Betriebe aus unterschiedlichen Branchen haben sich beteiligt.

Arbeitslose, die sich mindestens drei Monate in einem "Zusatzjob" bewährt haben, können als Vollzeit-Praktikanten einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag für sechs Monate erhalten. Der Arbeitgeber zahlt monatlich einen Anteil von 350Euro, die übrigen 80 Prozent finanziert die Arge.

Josef Palmen, mit Sohn Michael auf Metallarbeiten in der Denkmalpflege spezialisiert, hält den öffentlichen Zuschuss für gerechtfertigt: "Nach acht Jahren aus dem Beruf dauern manche Abläufe länger, müssen Handgriffe wieder eingeübt werden, fehlt die eine oder andere Fähigkeit." So hat die Arge Reiß etwa Schweißer-Kurse ermöglicht.

Michael Kneißl, Geschäftsführer der Arge, sieht im persönlichen Kontakt zwischen Arbeitgeber und -nehmer während des geförderten Praktikums einen großen Vorteil: "Über eine Bewerbung nur auf Papier wäre es nicht zu dieser Einstellung gekommen." Er appelliert dabei gerade an kleine Betriebe, sich zu melden: "In einem kleinen Team kann man sich besser einschätzen", sagt er.

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