Für den Fahrer eines Kleintransporters wird diese Verkehrsbehinderung ein Nachspiel haben.

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Ein Sprinter hat am Dienstag auf der Rheinstraße die Bahn blockiert.

Ein Sprinter hat am Dienstag auf der Rheinstraße die Bahn blockiert.

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Ein Sprinter hat am Dienstag auf der Rheinstraße die Bahn blockiert.

Krefeld. Immer häufiger kommt es laut der SWK Mobil vor, dass Anlieferer die Fahrspuren von Bahnen, Bussen, aber auch Radfahrern blockieren. So Dienstagmittag wieder auf der Rheinstraße vor dem Ostwall zu sehen. Zehn Minuten lang war der Fahrer verschwunden, die 043-Linie musste zehn Minuten zwangspausieren. Der Fahrer ließ die Fahrgäste auf Wunsch aussteigen. Eine Nachfrage bei Unternehmenssprecher Dirk Höstermann ergibt, dass solche Situationen immer häufiger vorkommen. Manche Verkehrsteilnehmer unterschätzen offenbar die Breite einer Straßenbahn und orientieren sich nur an der Schienenbreite, wenn sie ihr Fahrzeug abstellen. Aber die Straßenbahnen ragen links und rechts jeweils noch mehrere Zentimeter über die Schienen hinaus und kommen dann nicht vorbei.

Manchmal hält der Autofahrer nur kurz an und liefert etwas ab. Dann ist die Sache binnen zwei Minuten erledigt und die Strecke wieder frei. Aber es gibt auch Situationen, da passiert nichts und es ist weit und breit kein Fahrzeughalter zu sehen „Wo wir es häufiger beobachten ist zum Beispiel am Schwimmbad in Uerdingen an der Kurfürstenstraße, wo die Linie 043 dann festhängt. Aber nicht nur Straßenbahnen sind betroffen, sondern auch Busse in beengten Bereichen. Beispielsweise wendet unsere Buslinie 045 in Hüls auf dem Parkplatz des Krankenhauses. Dort kommt es öfter zu Situationen, in denen Falschparker ein Weiterfahren verzögern. Selbstverständlich müsse der Verkehrsteilnehmer mit Konsequenzen rechnen.

„Unsere Straßenbahn- und Busfahrer notieren sich das Kennzeichen, wir bringen den Vorgang zur Anzeige, und das Ordnungsamt der Stadt geht der Sache dann weiter nach. Wenn es eine längerfristige Behinderung ist, bei der wir z.B. Schienenersatzverkehr mit Bussen aufbauen müssen, wird auch dies dem Verursacher in Rechnung gestellt“, sagt Höstermann. „Für uns als SWK ebenso wie unsere Fahrgäste sind solche Verkehrsbehinderungen natürlich sehr ärgerlich, weil sie zu Verspätungen im Fahrplan führen, Reservefahrer dann einspringen müssen, um Ersatzbusse zu fahren und eine feststeckende Straßenbahn ja häufig einen Dominoeffekt auslöst, weil die nachfolgenden Bahnen – wenn die Störung denn länger dauert - ja ebenfalls nicht weiter kommen und entsprechend früher wenden müssen oder ebenfalls durch Busse ersetzt werden müssen“, betont Höstermann. Für den Fahrer des weißen Sprinters aus Duisburg wird sein unüberlegtes Handeln ein Nachspiel haben.

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